Starke Stimme für Senioren

Der Seniorenverein erhält mit Margrit Schärer und alt Gemeinderat Toni Fritschi ein neues Co-Präsidium.

Der neue Vorstand des Seniorenvereins (v. l.): Marie-Louise Rebmann, Francise Zehnder, Margrit Schärer, Bernhard Zwicky, Toni Fritschi und Vreni Zwicky.  Foto: Tobias Gfeller
Der neue Vorstand des Seniorenvereins (v. l.): Marie-Louise Rebmann, Francise Zehnder, Margrit Schärer, Bernhard Zwicky, Toni Fritschi und Vreni Zwicky. Foto: Tobias Gfeller

Schon früh str ömten am Samstagnachmittag die Seniorinnen und Senioren in Richtung Stiftung Obesunne. Nach dem aufwendigen Namenswechsel von Altersverein zu Seniorenverein im vergangenen Jahr standen an der Generalversammlung bereits die nächsten Veränderungen an. Nach insgesamt zwölf Jahren im Vorstand, davon sieben Jahre als Präsidentin, kündigte Anne-Marie Scherler ihren Rücktritt an. Ihr folgten mit Marie-Louise Jäger und Robert Fellmann zwei weitere Vorstandsmitglieder. «Wir möchten dich mit einem weinenden Auge verabschieden und danken dir für dein Engagement und Herzblut, das du für den Verein gegeben hast», würdigte Vorstandsmitglied Vreni Zwicky ihre scheidende Kollegin. «Du warst auf unseren Ausflügen immer mit deinem Erste-Hilfe-Koffer zur Stelle, wenn etwas passiert ist», erinnerte Vreni Zwicky.

Kontakt zur Politik

Im Vorstand verbleiben Marie-Louise Rebmann, Vreni Zwicky und Margrit Schärer. Einstimmig wurden alt FDP-Gemeinderat Toni Fritschi, Francise Zehnder und Bernhard Zwicky neu in den Vorstand gewählt. Margrit Schärer und Toni Fritschi bilden neu das Co-Präsidium. Die Generalversammlung stimmte der Doppelspitze klar zu. Für Fritschi kommt der Einzug in den Vorstand des Seniorenvereins einem Rollenwechsel gleich. «Als Gemeinderat hatte ich ein politisches Amt. Als Co-Präsident des Seniorenvereins habe ich nun eine sachbezogene Tätigkeit, in der Parteipolitik überhaupt keine Rolle spielt.» Seine politischen Kontakte möchte Fritschi nun im Interesse des Seniorenvereins und aller Seniorinnen und Senioren in Arlesheim nutzen. «Ich werde als Co-Präsident vermehrt den Kontakt zur Politik und im Speziellen zum Gemeinderat pflegen», erklärt Fritschi die Rollenverteilung zwischen ihm und Margrit Schärer. Sie sei vermehrt für die Durchführung von Anlässen und ganz allgemein mehr für das Gesellige verantwortlich. «Diese Aufteilung ist natürlich nicht immer strikte fixiert. Wir teilen uns die Aufgaben, werden intensiv zusammenarbeiten und auch gemeinsam in unsere Rollen hineinwachsen.»

Potenzial für Verbesserungen

Die Rollenaufteilung zwischen Margrit Schärer und Toni Fritschi zeigt auch bestens die Bedeutung des Seniorenvereins auf. Einerseits vertritt er die Interessen der Seniorinnen und Senioren in Arlesheim nach aussen, andererseits versorgt er die Senioren mit für sie wichtigen Informationen und sorgt für Zwischenmenschlichkeit im Alter, die unter anderem auch gegen eine mögliche Vereinsamung hilft. Informationsveranstaltungen, Ausflüge und gesellige Abende sind seit Jahren sehr beliebt. Margrit Schärer und Toni Fritschi möchten die Erfolgsgeschichte des Seniorenvereins weiterführen. «Arlesheim ist für die Senioren schon sehr gut aufgestellt», lobt Schärer. «Aber wir sehen noch Potenzial für Verbesserungen. Insbesondere beim Wohnen im Alter, wo das Angebot heute noch mangelhaft ist, beim öffentlichen Verkehr und der Sicherheit im Dorf.» Schon nur das Angebot an Sitzbänken an den verschiedensten Stellen sei für Senioren wichtig. Gut ein Drittel der Arlesheimer Bevölkerung gehöre zum Potenzial des Seniorenvereins, rechnet Toni Fritschi vor. «Deren Anliegen wollen wir eine starke Stimme geben. Allen Senioren, nicht nur den Mitgliedern des Seniorenvereins.»

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