Spitzencurling in Arlesheim

Bei der 23. Austragung des Swiss Cup Basel in Arlesheim dürften die Schweizer nur eine Nebenrolle spielen. Ein Besuch der Curlinghalle lohnt sich trotzdem.

Stehen hinter dem Erfolg des Eisspektakels: Das OK des Swiss Cup Basel in Arlesheim.Foto: Nicolas Blust
Stehen hinter dem Erfolg des Eisspektakels: Das OK des Swiss Cup Basel in Arlesheim.Foto: Nicolas Blust

Morgen startet die 23. Ausgabe des Swiss Cup Basel, des internationalen Curlingturniers in Arlesheim. Wie jedes Jahr stehen zahlreiche Topteams aus dem Ausland sowie fünf Equipen aus der Schweiz am Start. Während drei Tagen kämpfen die 16 Mannschaften um den begehrten Titel und die 25 000 Franken Preisgeld. Für die Zuschauerinnen und Zuschauer ist der Eintritt jeweils frei.

Das Spektakel auf dem Arlesheimer Eis beginnt morgen Freitag um 8 Uhr mit den ersten Gruppenspielen. Die letzten Spiele am Freitag starten um 20.30 Uhr. Am Samstag geht es weiter mit der Gruppenphase, ebenfalls um 8 Uhr morgens, die letzten Spiele starten um 19 Uhr. Ums Eingemachte geht es dann am Sonntag. Dann stehen ab 8 Uhr die Viertelfinalspiele an, der Final startet um 14.15 Uhr.

Der Titel geht über die Italiener

Favorit auf den Titel ist das italienische Team rund um Skip Stefano Spiller. Er und seine Kollegen sind die Nummer 12 in der Weltrangliste und damit das bestplatzierte Team, das in Arlesheim an den Start geht. Doch mit seinem Landmann Joël Retornaz (Weltrangliste Nummer 19) und dem Schotten Cameron Bryce (Weltrangliste Nummer 28) hat Spiller namhafte Konkurrenz im Kampf um den Sieg. «Es hat eigentlich noch nie der Favorit gewonnen», sagt OK-Präsident Rolf Jermann. Doch auch er sieht die Italiener favorisiert. Geheimtipp für ihn sei jedoch der Stammgast und Titelverteidiger Cameron Bryce, der das Turnier bereits mehrfach gewinnen konnte. «Er fühlt sich immer wohl bei uns in der Halle», sagt Jermann. Die fünf Schweizer Teams haben eher Aussenseiterchancen. Mit den Teams um die Skips Yannick Schwaller und Marco Hösli fehlen die stärksten Schweizer Teams im Teilnehmerfeld. Bestes Schweizer Team ist darum die Mannschaft rund um Skip Manuel Jermann, welches für den Curlingclub Basel Arlesheim spielt und das in der Weltrangliste auf Platz 61 liegt. Doch auch Andrin Schnider (Weltrangliste Nummer 62) und Nathan Dryburgh (Weltrangliste Nummer 108) sollten nicht unterschätzt werden.

Neuer Termin wegen der EM

Anders als in den vergangenen Jahren findet das Turnier dieses Jahr bereits Mitte Oktober und nicht erst Ende Oktober/Anfang November statt. «Wir mussten einen neuen Termin suchen, da unser angestammtes Datum mit der Europameisterschaft kollidierte», sagt Jermann.

Eine Woche nach dem Swiss Cup Basel findet in Kanada der Grand Slam of Curling statt, wo die besten Teams der Welt um den Titel spielen. Darum fehlen die ganz grossen Namen der Szene in Arlesheim. Aufgrund kurzfristiger Einladungen an diesen Event mussten Teams auch in Arlesheim absagen. Darum findet das Turnier dieses Jahr lediglich mit 16 Teams statt – letztes Jahr waren es noch 24 Teilnehmer. Diese Saison startet auch der neue Olympiazyklus, was bedeutet, dass die Teams aktuell noch nicht so viele internationale Turniere spielen. Trotzdem können in Arlesheim zahlreiche Topteams beobachtet werden. Das liege auch am guten Ruf, den das Turnier in der Szene geniesse, meint Jermann. Die Teams erhalten reichlich Verpflegung und es bestehen gute Unterkünfte. «Alles ist nahe gelegen und in Gehdistanz, das wird sehr geschätzt», weiss Jermann.

Die Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf spannende Spiele und hochklassiges Curling freuen. Dank eines neuen Modus stehen bereits sämtliche Paarungen der Gruppenphase fest. Gespielt werden in der Gruppenphase jeweils vier Spiele gleichzeitig nebeneinander. Das Publikum darf sich also auf eine geballte Ladung Curling-Action freuen. Und nach Jermanns Theorie auch auf einen Überraschungssieger. Mit viel Glück reden ja sogar die Schweizer Teams ein Wörtchen mit.

Swiss Cup Basel, 9. bis 11. Oktober im Curlingzentrum Region Basel in Arlesheim.

«Alles ist nahe gelegen und in Gehdistanz, das wird sehr geschätzt.»

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