Robiano bietet märchenhaftes Zirkusspektakel

Am letzten Wochenende begeisterte der Jugendzirkus Robiano mit seinem abwechslungsreichen Programm «wunderBar» auf der Zirkuswiese in Arlesheim die Zuschauer.

Kopfüber: Diese Trapeznummer zeigt die ganze Faszination des Zirkus. Foto: christianjaeggi.com
Kopfüber: Diese Trapeznummer zeigt die ganze Faszination des Zirkus. Foto: christianjaeggi.com

Isabelle Hitz

Was geschieht eigentlich nachts, wenn die letzten Gäste und die Wirtsleute die «wunderBar» verlassen haben, der Boden gefegt und die Tür verriegelt wurde? Da die kleine Mathilda ihren Teddybären in der Gaststube vergessen hat, darf sie noch einmal zurück in die «wunderBar» und gerät so unvermittelt in ein turbulentes und ausgelassenes Zirkustreiben. Denn Nacht für Nacht versammeln sich in der Bar allerhand Märchenfiguren wie Schneewittchen, Frau Holle oder das Aschenputtel, um ein grosses Fest zu feiern, bei dem es märchenhaft, akrobatisch, fröhlich und manchmal auch ganz alltäglich zu und her geht. Denn wenn Schneeweisschen und Rosenrot nicht gerade am Trapez elegant durch die Luft schweben, können sie auch ganz schön heftig miteinander zanken – wie richtige Geschwister eben.

Kunterbunt und fröhlich
Mit dem farbenfrohen vielseitigen Programm «wunderBar» unter der Regie von Jakob Surbeck ist es den rund zwanzig jungen Artisten des Robiano einmal mehr gelungen, die Zuschauer in eine wunderbare Welt der Märchen, Kunststücke, Fantasien und Clownerien zu entführen. Die Artisten verzauberten die Besucher mit viel Charme und Können, und dank Mathilda verlor niemand den roten Faden der Rahmengeschichte.

Sei es Rapunzel als Jongleurin, der gestiefelte Kater und seine Truppe mit ihrem akrobatischen Können oder seien es die sieben Zwerge als clowneske Abwechslung – die Nummern überzeugten durchwegs auf hohem Niveau. Das Spektrum der Darbietungen war breit: Rasante akrobatische Nummern wechselten sich ab mit gekonnten und ästhetischen Kunststücken am Trapez, Vertikaltuch oder am chinesischen Mast. Immer wieder verblüfften die Jugendlichen auch beim Jonglieren mit Keulen, Flaschen oder Bällen und zeigten grosses Geschick mit ihren Diabolos. Stimmungsvoll umrahmt wurde das Spektakel von der fünfköpfigen Zirkuskapelle, und auch die Artisten selber sorgten mit charmanten rhythmischen Einlagen für Abwechslung. Gross und Klein genossen das Zirkustreiben sichtlich und dankten mit lang anhaltendem Applaus.

Faszination Zirkusleben
Strahlende Gesichter gab es aber nicht nur unter den Zuschauern, auch die Artisten genossen ihr Premiere-Wochenende in vollen Zügen. Ladina, Valentin und Anouk (alle 12 Jahre) sind glücklich, dass bei den ersten Vorstellungen alles so gut geklappt hat. Das Schönste am Zirkus ist für die drei Artisten aber nicht die Aufführung, sondern das Zirkusleben während der Proben in den Sommerferien und an den Trainingswochenenden. «Der Zirkus ist ein megatolles Hobby», bringt Valentin (12 Jahre) seine Begeisterung für den Robiano auf den Punkt.

Weitere Vorstellungen im Oktober finden statt in Zug, Vordemwald, Sissach, Basel, Reinach und Oberwil. <link http: anzeiger.azmedien.ch www.robiano.ch external-link-new-window> www.robiano.ch

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