Mit Wucht zum Jubiläumssieg

In der Hauptkategorie R1/R3 gewann Benjamin Rufer den Birseck-Cup, der dieses Jahr zum 50. Mal ausgetragen wurde. Wegen Regen wurde das Finalspiel in die Halle nach Allschwil verlegt.

Schlagkräftig: Benjamin Rufer, Gewinner des Birseck-Cups 2011.  Foto: Marcel König
Schlagkräftig: Benjamin Rufer, Gewinner des Birseck-Cups 2011. Foto: Marcel König

Fabian Kern

Das wird bestimmt ein toller Final», freute sich Mano Mengisen, der Turnierleiter des Birseck-Cups, vor der letzten Partie der Hauptkategorie R1 /R3. Vierzig Minuten später war die einseitig verlaufene Partie aber bereits entschieden. Der topgesetzte Peter Frey fand gegen Benjamin Rufer kein Rezept und blieb beim 0:6, 3:6 chancenlos.

Rufer überzeugte mit wuchtigen Grundlinienschlägen und einem Rhythmus, der Frey überforderte. Immer wieder verwarf der Routinier die Hände und schimpft mit sich. Der Sieger zeigte sich über seine Dominanz selbst überrascht. «Bei der Ansetzung in der Halle hätte ich nicht gedacht, dass ich ihn überhaupt einmal breaken kann», gestand Rufer. Nun, er konnte. Der 27-jährige Ex-Profi fand auf dem Granulat im Vitis in Allschwil die richtige Portion Aggressivität. «In der Halle muss man draufhauen», beschrieb der Birsfelder seine Taktik. Der Zweimetermann, der nie Gefahr lief, seinen Aufschlag abzugeben, schätzte seine Leistung als N2-würdig ein: «Damals habe ich in der Halle nicht besser gespielt als heute.»

Wetterpech an den Wochenenden
Mit dem Duell zweier ehemaliger N-Spieler fand der Birseck-Cup einen würdigen Abschluss zu seinem 50-Jahr-Jubiläum. Der einzige Wermutstropfen war das Wetter. Ausgerechnet die beiden Sonntage wurden vom Regen beeinträchtigt. «Am ersten Sonntag mussten wir acht Partien unterbrechen und in die Halle verlagern», erzählte Mengisen. Der gestrige Finaltag schliesslich musste komplett in der Halle ausgetragen werden. In kluger Voraussicht hatte Mengisen mit den Hallen in Münchenstein und Allschwil bereits entsprechende Abmachungen getroffen. «Während der Sommerferien hat es zum Glück überall noch freie Plätze», meinte der Turnierleiter. Dennoch hätten die Partien auf den Aussenplätzen des TC Arlesheim viel mehr Publikum angelockt als in Allschwil. Das sah man sogar an den Spieltagen unter der Woche, beispielsweise am Dienstag der zweiten Woche. «Die Anlage war bis auf den letzten Platz besetzt», so Mengisen.

Die Zukunft des Traditionsturniers sieht rosig aus, denn mit der Rekordzahl von 246 Teilnehmern ist der Birseck-Cup an der oberen Grenze angekommen. «Ich würde die Zahl eigentlich lieber etwas reduzieren», gestand Mengisen. Die Qualität des Felds ist bei sehr vielen ehemaligen N-Spielern allerdings nicht in Gefahr. Und vielleicht spielt nächstes Jahr auch das Wetter wieder besser mit, denn wie sagte Sieger Rufer: «In der Halle kommen schon nicht die tollen Gefühle auf.»

Alle Sieger und die Tableaus aller Kategorien unter www.birseck-cup.ch

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