Meilenstein für Beachsport im Birseck

Diesen Oktober eröffnet in der Arlesheimer Schoren das Beachzentrum Basel. Das nützt nicht nur dem Weltklasse-Nachwuchs, sondern allen Beachvolleyballern in der Region.

Paradiesische Bedingungen: So wie die Vize-Europameister Florian Breer (l.) und Yves Haussener freuen sich alle aktiven Beachvolleyballer über eine überdachte Trainingshalle für die Wintersaison.  Foto: ZVG
Paradiesische Bedingungen: So wie die Vize-Europameister Florian Breer (l.) und Yves Haussener freuen sich alle aktiven Beachvolleyballer über eine überdachte Trainingshalle für die Wintersaison. Foto: ZVG

Mit dem sensationellen Gewinn des U20 Vize-Europameistertitels verabschiedete sich das Beachvolleyballteam Breer/Haussener am 12. September in die Winterpause. Eine Winterpause auf die sich die erfolgreichsten Beachvolleyballer der Region schon lange gefreut haben. Denn erstmals werden sie den ganzen Winter praktisch uneingeschränkt im Sand trainieren können, ohne dafür nach Teneriffa reisen zu müssen. Ohnehin würde ein Winterhalbjahr auf der Insel das Teambudget sprengen. Die idealen Bedingungen des Südens lassen sich jetzt auch in Arlesheim simulieren. Am Wochenende des 21. und 22. Oktobers eröffnet auf dem Schoren-Areal das Beachsportzentrum Basel mit einem öffentlichen Einweihungsfest. Zwei Spielfelder und ein drittes, etwas kleineres Trainingsfeld stehen den Beachsportlern der Region dann zur Verfügung. Das ist ein Meilenstein für die Sportregion Basel.


Grundstein für dauerhafte Lösung

Die 300 Tonnen Sand, die vergangenen Donnerstag nach Arlesheim geliefert wurden, schliessen eine klaffende Lücke in der Trainingsinfrastruktur des regionalen Beachvolleyballs. Bislang gab es in Basel ein einziges Indoor-Sandfeld, das sich die Sandsportler der Region teilen mussten. Für den Leistungssport waren das prekäre Bedingungen. «Der talentierte Nachwuchs aus der Region kommt so kaum zum Trainieren», sagt Esther Keller. Die enthusiastische Beachvolleyballerin und Kommunikationsunternehmerin hat mit Gleichgesinnten vergangenen Dezember den Verein Beachvolley Uptown Basel gegründet. Da wusste sie bereits, dass im Industrieareal Schoren eine passende Halle für eine Zwischennutzung verfügbar wäre. Die Halle gehört zum Entwicklungsgebiet Uptown Basel. Unter der Leitung des Arealentwicklers Hans-Jörg Fankhauser entsteht dort ein Zentrum für die Industrie 4.0. Dank der Etappierung des Projekts haben die Beachvolleyballer jetzt mindestens drei Jahre ein Dach über dem Kopf. «Der Szene fehlte bislang auch ein Treffpunkt in der Region», sagt Keller. Dafür mussten Mittel in der Höhe von 200 000 Franken aufgetrieben werden. Die Swisslos Sportfonds beider Basel sprachen Geld, ebenso Stiftungen, und ein Crowdfunding brachte über 30 000 Franken ein. «Aber auch viele Unternehmen haben uns tatkräftig unterstützt», betont Keller. Vor allem sind die Investitionen nachhaltig. Der Sand, die Netze und übrige Infrastruktur wie die Sanitärcontainer gehören dem Verein und können gezügelt werden, wenn die Zeit in der Schoren abläuft. «Der Grundstein für eine dauerhafte Lösung ist damit gelegt», sagt Keller.


Der Schlüssel zum Erfolg

Der laufende Betrieb der Halle wird sich derweil über die Mitgliederbeiträge und Vermietungen finanzieren. Die Nachfrage deckt den Aufwand. «Wir sind dank den günstigen Mietkonditionen selbsttragend», so Keller. Damit möglichst viele zum Zug kommen, gibt es einen Clubabend am Donnerstag, an dem auch Einzelmitglieder ohne festen Sand-Partner spielen können. Zudem wird der Samstag für Turniere und Anlässe freigehalten. An praktisch allen anderen Tagen werden auch Yves Haussener und Florian Breer in der Halle trainieren. «Mehr Training garantiert aber keinen sportlichen Erfolg», sagt Haussener bescheiden. Keine Garantie, aber ein wichtiger Baustein zum Erfolg, damit der 19-Jährige mit seinem um ein Jahr jüngeren Teamkollegen kommende Saison wieder Erfolge im Sand feiern kann.

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