Mehr Grünfläche für Arlesheim

Drei Grundstücke in Arlesheim werden umgezont. Damit wird die Grünfläche um rund 5000 Quadratmeter vergrössert. Bewilligt wurden auch zwei Kredite für die Sanierung von zwei Schulhäusern und des Doms.

Thomas Immoos

Im Eigentum der Gemeinde Arlesheim befinden sich mehrere Grundstücke. Über Umzonungen von drei davon hatte die Gemeindeversammlung vom Mittwoch vergangener Woche zu befinden. So befindet sich in der Nähe des Bahnhofs Dornach-Arlesheim sich das dreieckigförmige Grundstück «Bahnhof Nord», das der Grünzone zugeteilt ist. Die günstige Lage in der Nähe der Verkehrsdrehscheibe mit Tram, Bus und Zug eigne sich gut für eine Überbauung mit Wohnungen, Büros und Geschäftsräumen, hielt Gemeinderat Daniel Wyss fest. Auf dem Areal kann – mit Quartierpflicht – fünf- bis siebenstöckig gebaut werden.

Als Ausgleich werden zwei andere Grundstücke zur Zone für öffentliche Anlagen (Oewa) «mit Zweckbestimmung Grünanlagen» geschlagen. Das Grundstück «Obstgarten Badhof» liegt derzeit noch in der Bauzone. Juristisch wird es nicht vollständig zur Grünzone, sondern lediglich mit der Zweckbestimmung Grünanlagen belegt. Mit dieser Differenzierung ist es später leichter, es wieder der Bauzone zuzuweisen.

Rückweisungsantrag ohne Chance
Grundsätzlich erhielten Gemeinderat und Gemeindeverwaltung viel Lob für diese Pläne. «Die Gemeinde verschenkt mit dieser Umzonung sechs Millionen», sagte aber FDP-Sprecher Balz Stückelberger. Der Verkauf könnte doch so viel einbringen. Und Peter Brodbeck wies im Namen der SVP darauf hin, dass die Gemeinde dieses Geld angesichts bevorstehender Ausgaben gut gebrauchen könne. Als Beispiele nannte er die Ausfinanzierung der Pensionskasse und diverse Schulbau-Projekte. Ein Rückweisungsantrag stiess jedoch auf deutliche Ablehnung.

Die dritte Zonenplanänderung betraf den alten Friedhof, der derzeit für eine geplante Kinderspielplatz-Anlage reserviert ist. Sowohl auf dem Badhof- als auch auf dem früheren Friedhof-Areal sollen Kleinbauten, etwa Bienenhäuser oder Werkzeugschuppen, möglich sein. Alle drei Mutationen fanden deutliche Mehrheiten. Damit steigt die Grünfläche in der Gemeinde um über 5000 Quadratmeter.

Gelder für Schule und Dom gesprochen
Weiter sprach der Souverän für den Innenausbau und die Sanierung des Domplatzschulhauses und des Schulhauses Gerenmatte 1 ein Bruttokredit in Höhe von 1,35 Millionen Franken. Gemeinderat Markus Eigenmann präzisierte, dass nur ein geringer Teil dieser Kosten «Harmos-bedingt» seien. In beiden Schulhäusern bestehe schon länger Sanierungsbedarf. Im Frühling 2014 kommt ein weiterer Baukredit vor die «Gmeini». Für rund sieben Millionen Franken soll die Turnhalle Gerenmatte 2 saniert und erweitert werden.

Die Versammlung stimmte auch einem Gemeindebeitrag von 20 Prozent (höchstens 1,1 Millionen Franken) an die Sanierung des Doms zu. Insgesamt kostet diese rund 5,5 Millionen Franken. Weitere Beiträge kommen von Synode, Bistum, Kanton und Bund. Selbst wenn diese Kosten überschritten werden sollten, werde der Gemeindebeitrag nicht erhöht: «Der Gemeindebeitrag von 1,1 Millionen ist der Deckel», sicherte Gemeindepräsident Karl-Heinz Zeller der Versammlung zu.

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