Ein bewegter Abend

Bewegung macht schlau: Unter diesem Motto hat die CVP Arlesheim zu einer Podiumsdiskussion in den Gasthof Ochsen geladen. Anwesend waren Regierungsrat Anton Lauber und wichtige Vertreter des Sports aus der Region.

Hirn in Bewegung: Sportdozent Andreas Wølner-Hanssen (l.) macht mit Regierungsrat Anton Lauber eine Geschicklichkeitsübung.
Hirn in Bewegung: Sportdozent Andreas Wølner-Hanssen (l.) macht mit Regierungsrat Anton Lauber eine Geschicklichkeitsübung.

An diesem Dienstagabend ist alles irgendwie in Bewegung. Selbst eine Deckenleuchte im «Ochsen»-Saal flackert während der ganzen Podiumsdiskussion nervös vor sich hin. Die Runde eröffnet Christina Hatebur, Präsidentin der CVP Arlesheim. Schnell wird klar: Diese Podiumsdiskussion wird sehr abwechslungsreich. Hatebur zeigt anfangs noch auf, wie stark der Zusammenhang zwischen Sportaktivitäten und Schulnoten bei Kindern ist. Was ja wenig überraschend sei, wie die Moderatorin selbst sagt. Und dann wirft sie dem Sportlehrer und Gründer der Kinder-Camps, Andreas Wølner-Hanssen, den Ball zu. Dieser gesteht unerwartet: «Bewegung hat mich und meine Eltern zusammengebracht.» Früher habe sein Vater Stammbäume am Computer studiert und sei mit seinem Sohn lange Zeit nicht auf derselben Wellenlänge gewesen. Die Kinder-Camps haben jedoch das Interesse seines Vaters geweckt. Dieser gesellte sich dann dazu sowie die Mutter, die beim Management nun mithilft. «Eigentlich ein Familienunternehmen», bemerkt Hatebur keck. Dann kommt ein weiterer Gesprächsgast an die Reihe: Remo Gaugler ist Kaderplaner beim FC Basel. Er hält fest, wie wichtig der Sport für die Konzentration und Fokussiertheit sei.

«Beim Joggen fängt alles zu fliessen an»

Der dritte Gast auf dem Podium ist der Baselbieter Regierungsrat Anton Lauber (CVP). Er steigt mit einer Anekdote ein: «Als ich Kind war, war ich derart aktiv, dass ich mich immer zuerst auf dem Velo abreagieren musste, bevor ich die Hausaufgaben machen konnte. Damals pflegte ich immer von Allschwil rauf nach Schönenbuch und wieder runter nach Allschwil zu fahren. Dann war ich bereit für die Hausaufgaben.» Bewegung gehe so weit, dass sie ihn auch inspiriere: «Beim Joggen fängt alles zu fliessen an, und plötzlich fallen mir wunderbare Reden ein. Dabei hoffe ich, sie unterwegs ja nicht zu vergessen.» Hier hakt Andreas Wølner-Hanssen ein und erklärt dieses Phänomen: «Egal, wie gut man trainiert ist, die ersten zehn Minuten Sport sind immer mühsam, doch danach erlebt man einen starken Flow.»

Für die Schwimmhalle in Dornach

Plötzlich nimmt die Diskussion eine Wende: Der vierte Podiumsgast, Jeannine Brosi von der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft (SLRG), betont, wie wichtig die vom Abriss bedrohte Schwimmhalle Gwänd in Dornach für die Region sei. Neben den Primarschulen Dornach und Arlesheim und dem Schwimmverein beider Basel nutzt auch die SLRG diese Halle. «Privater Schwimmunterricht sei für Familien zu teuer, auch aus diesem Grund brauche es die Schwimmhalle in Dornach.

Am Schluss der Diskussion reisst Andreas Wølner-Hanssen nochmals das Ruder herum und stellt eine Geschicklichkeitsübung vor, bei der das Publikum mitmachen darf. Was am Ende der Gesprächsrunde bleibt, ist die Gewissheit, wie wichtig Bewegung ist. Währenddessen flackert das Plafondslicht immer noch munter weiter, als ob es im Morsealphabet etwas mitteilen wollte: Was wäre das Leben ohne Bewegung?

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