Die Bagger sind aufgefahren: Der FCA spielt bald auf besserem Boden

Auf der Sportanlage Widen werden ein grosses Kunstrasenfeld und drei kleine Naturrasenfelder erneuert. Ab Spätsommer 2022 soll darauf wieder gekickt werden können.

Konzentriert: FCA-Co-Präsident Beni Huggel baggerte gleich selbst los. Foto: zvg
Konzentriert: FCA-Co-Präsident Beni Huggel baggerte gleich selbst los. Foto: zvg

Am Mittwoch vor einer Woche fuhren die Bagger auf den Fussballfeldern des FC Arlesheim auf und die beiden Co-Präsidenten Balz Stückelberger und Beni Huggel setzten sich zum «Spatenstich» direkt selbst ans Steuer. Unter Anleitung des Baggerführers begannen sie als Erste, den alten Kunstrasen zu entfernen. «Ich freue mich vor allem für unsere Fussballer und die immer zahlreicher werdenden Fussballerinnen, denn im FC Arlesheim wird nicht nur Fussball gespielt, sondern auch Wertschätzung, Respekt und Zusammengehörigkeit vermittelt. Damit wir das bieten können, benötigen wir auch eine zeitgemässe Infrastruktur», sagt Beni Huggel. Das Kunstrasenfeld auf der Sportanlage Widen wurde zuletzt vor 20 Jahren erneuert. Seit mehreren Jahren sei es wegen des schlechten Zustands nicht mehr bespielbar. «Der FC Arlesheim benötigt deshalb dringend einen Ersatz», sagt Balz Stückelberger. Dass die Bauarbeiten jetzt starten, hängt auch damit zusammen, dass der FCA die Felder, die er bisher von der Post zur Verfügung gestellt bekommen hat, per Ende 2022 aufgeben muss. «Die Post hat den Vertrag gekündigt, weil sie die Felder anders nutzen möchte. Diese fehlen uns dann natürlich. Wohl auch deshalb sind wir auf der Prioritätenliste der Gemeinde hochgerutscht», bestätigt Stückelberger. Was die Post mit den Feldern vorhat, ist bisher unklar.

2,6 Millionen für neue Rasenfelder

Klar ist hingegen, dass dem Verein so ungefähr 1500 Nutzungsstunden pro Jahr fehlen. Das soll der neue Kunstrasen abfangen. Zum Vergleich: Ein Naturrasen kann ungefähr während 800 Stunden im Jahr genutzt werden. «Demnach müssten also zwei Naturrasenfelder gebaut werden, um den Bedarf zu decken. Dafür hat es aber keinen Platz auf den Widen», erklärt Stückelberger. Während der Bauphase weichen die meisten Mannschaften auf die Sportanlage Hagenbuchen aus. In den Wintermonaten werde es aufgrund des begrenzten Hallenangebots jedoch zu Einschränkungen und teilweise zu reduzierten Trainings kommen.

Gleichzeitig mit dem Kunstrasenfeld werden auch drei Kleinspielfelder aus Naturrasen für den Juniorenfussball erneuert. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 2,6 Millionen. Die Gemeinde beteiligt sich mit 1,5 Millionen, der Kanton mit einer halben Million. Für den Rest muss der FC Arlesheim selbst aufkommen. Das Geld dazu erhält er als Darlehen von der Gemeinde, das er durch Eigenleistung zurückbezahlt.

Bis zur Baubewilligung habe der FCA eine ganze Liste von Auflagen des Kantons abarbeiten müssen, sagt Stückelberger. «Zudem muss der FC Arlesheim die gesamten Bauarbeiten durch eine Spezialfirma überwachen lassen, um sicherzustellen, dass keine Beeinträchtigung des Grundwassers entsteht.» Stückelberger resümiert: «Ich bin froh, dass es nun endlich vorwärtsgeht. Die bau- und umweltschutzrechtlichen Auflagen haben uns viel Zeit, Geld und Nerven gekostet.»

Die neuen Fussballanlagen werden voraussichtlich im Spätsommer 2022 in Betrieb genommen. Die Arbeiten an den alten Umkleidekabinen und den zusätzlich benötigten Kabinen für die Mädchen werden in einem nächsten Schritt, voraussichtlich ab 2025, realisiert.

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