Der Arlesheimer Dom – zeitgemäss präsentiert

In den Stores von Android und Apple gibt es ab sofort eine neue App: Dom Arlesheim. Als Kulturführer und Informationskanal in einem bietet sie einen umfassenden Service.

Zum Neujahr eine Attraktion: Der Arlesheimer Dom kann nun auch via App erkundet werden.  Foto: Axel Mannigel
Zum Neujahr eine Attraktion: Der Arlesheimer Dom kann nun auch via App erkundet werden. Foto: Axel Mannigel

«O du fröhliche, o du selige …». Lange musste die Römisch-katholische Kirchgemeinde Arlesheim warten, jetzt fand an Weihnachten endlich wieder ein Gottesdienst im teilsanierten Dom statt. Alles strahlt und leuchtet, nur der Chorraum, in dem die Arbeit bis Oktober 2015 weitergeht, ist noch durch ein Vlies geschützt. Auf diesem sind jedoch Altar und Chor faszinierend echt aufgedruckt. Sozusagen als Bonus zu diesen Entwicklungen präsentieren der Kirchgemeinderat und der Verein der Freunde des Domes zu Arlesheim nun eine kostenlose Android- und iOS-gängige App für Smartphones und Tablets. Mit ihr lassen sich virtuelle Rundgänge durch die Kirche und die Umgebung unternehmen, sie weist auf Sehenswürdigkeiten hin und informiert über Aktuelles aus dem Dom- und Gemeindeleben. «Einerseits entspricht eine App dem Trend der heutigen Zeit», so Kirchgemeindepräsidentin Janine Galgiani. «Andererseits ist sie auch eine Pflicht, wenn man sieht, was die Menschen früherer Zeiten mit einfachen Mitteln im Dom geschaffen haben.»


Ganzheitliche Erfahrung

Ebenso wie die Sanierung des Doms blickt die App auf eine längere Umsetzungszeit zurück. Mitte 2012 sah der damalige Diakon Werner Bachmann in einer Medienmitteilung, dass die Luzerner Hofkirche eine App erstellt hatte. «Da ja auch der Arlesheimer Dom ein Kulturdenkmal erster Güte ist, dachte er, dass so etwas auch für uns interessant sein könnte», berichtet Janine Galgiani. Pfarrer Daniel Fischler, der seine letzte Stelle an der Hofkirche hatte, unterstützte das Vorhaben und der Verein Freunde des Domes zu Arlesheim griff die Idee auf. Innerhalb eines Jahres gelangte der Verein mit einer Offerte an den Kirchgemeinderat und wieder ein Jahr später befand sich die App längst in der Realisierungsphase.

Nun ist sie mit den Texten, den neuen Bildern und den Klangbeispielen der Silbermannorgel eine rundum «ganzheitliche Erfahrung», da sind sich Janine Galgiani, Kirchgemeindepräsidentin, und Dr. Niklaus Schaub, Präsident des Vereins, sicher. Beide sehen die App als wichtige Dienstleistung für die Bevölkerung. Schaub: «Bei der Innensanierung sind wir beispielsweise auf Details gestossen, die vom Boden und aus den Bänken nicht sichtbar sind.»


Schneller informiert

Zu den Aufgaben des Vereins zählen die Pflege des Kulturguts des Doms, die bestmögliche Präsentation seiner Geschichte und Schätze sowie der Silbermannorgel. «Die App unterstützt uns bei diesen Aufgaben optimal», bilanziert Schaub. Über die grundlegenden Informationen zu Geschichte, Bau und Sehenswürdigkeiten hinaus ist die App zusätzlich direkt mit der Homepage der Römisch-katholischen Kirchgemeinde Arlesheim verknüpft. Immer, wenn etwas auf die Website kommt, ist es sofort auch auf der App sichtbar. «Mit der App ist man einfach schneller informiert», freut sich Galgiani. Ob die Werktagsgottesdienste ab Januar, das Friedenslicht aus Bethlehem, der Verkauf von Olivenöl aus Palästina oder die Weinsegnung am Stephanstag – das Gemeindeleben kann ab sofort immer und überall parat sein.
Der Download der App ist via <link http: www.rkk-arlesheim.ch external-link-new-window>www.rkk-arlesheim.ch möglich.

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