Cup-Highlight fürs Seniorenteam: Der FC Sion kommt nach Arlesheim
Der FC Arlesheim empfängt die Walliser im Achtelfinal des Schweizer Cup der Über-30-Jährigen. Auch einige Ex-Profis sind mit von der Partie.
Der FC Arlesheim empfängt am kommenden Samstag im Achtelfinale des Schweizer Cups den FC Sion, die einstige Cupmacht aus dem Wallis mit insgesamt 15 vereinsübergreifenden Titeln (13 bei den Männern und zwei bei den Frauen). Die Senioren der Sittener konnten in der laufenden Saison alle Partien gewinnen. Ganz anders sieht es bei den Arlesheimern aus, die nach vier Partien in der höchsten Seniorenliga des Fussballverbands Nordwestschweiz noch ohne Punkte am Tabellenende stehen.
Weil die Senioren des FC Arlesheim in der vergangenen Saison das Finale des Basler Cups erreichten, sind sie in dieser Saison im Schweizer Cup teilnahmeberechtigt, auch wenn das Endspiel gegen den SV Muttenz mit 0:2 verloren ging. Im Schweizer Cup schieden die Muttenzer bereits in der ersten Runde im Elfmeterschiessen gegen den FC Oerlikon aus.
Nicht aber die Arlesheimer, die den FC Breitenrain mit 2:0 besiegten. «Wir haben verdient gewonnen. Wir konnten locker aufspielen, auch weil wir im Vorfeld nicht genau wussten, wer beim Gegner auf dem Platz stehen würde, da Breitenrain noch eine Mannschaft in der Promotion League hat», erklärt Arlesheim-Spielertrainer Sven Wagner. Die erste Mannschaft der Arlesheimer spielt in der 4. Liga.
Nur zwei Profi-Teams stehen im Achtelfinal
Im Achtelfinal wartet der FC Sion, dessen Kader gespickt mit Ex-Profis ist. Zwar haben je acht Super-Ligisten und Challenge-Ligisten ein aktives Senioren-30+-Team, mit Sion und Carouge sind aber nur zwei der 22 Vereine im Achtelfinale vertreten. Nur Basel, Servette, St. Gallen, Thun, Aarau und Xamax haben keine Seniorenabteilung.
Wagner sagt vor dem Duell mit Sion: «Wir sind bereit für die Herausforderung. Klar wird das Spiel schwieriger als noch gegen Breitenrain, aber ich traue unserer Mannschaft alles zu. Wir können fast jedes Team schlagen, wenn die Mentalität stimmt, dann sowieso.» Das sieht auch René Kübli, Torwart und Penaltyheld im Halbfinale des Basler Cups, so: «Wir haben gegen Breitenrain nicht viel zugelassen und es ist ein Cup-Match. Wenn wir die Leistung aus der ersten Runde bestätigen können, liegt etwas drin.» Sion sei aber schon «eine andere Hausnummer» als die Berner, so Kübli. Beim 4:0-Sieg der Walliser gegen Härkingen im Sechzehntelfinale waren zwei Akteure für die Tore verantwortlich. David Pralong gelang ein lupenreiner Hattrick und Florian Berisha besorgte den Endstand.
Sittener mit viel Erfahrung aus Super und Challenge League
Berisha lief während seiner aktiven Karriere für Sion in der Super League auf. Auch Danick Yerly und Michele Morganella spielten schon in der höchsten Schweizer Liga. Die drei Ex-Profis kommen zusammen auf 17 Partien in der Super League. Berisha und Yerly trugen sich auch auf der Torschützenliste ein. Berisha traf in der Saison 2008/09 gegen Bellinzona per Elfmeter, Yerly war in der Saison 2011/12 gegen Lausanne und GC als Torschütze erfolgreich. Aber auch Spielpraxis aus der Challenge League ist im Kader der Walliser vertreten. Gilles Levrand lief für Nyon in 30 Partien in der Saison 2010/11 auf. Dorian Zambaz bestritt für den FC Le Mont in der zweithöchsten Spielklasse 20 Einsätze in der Saison 2009/10.
Jemand, der sicherlich etwas dagegen hat, dass die Ex-Profis aus Sitten am Samstag jubeln dürfen, ist Kübli, der aufgrund von verletzungsbedingten Ausfällen erst seit einem Jahr als Torwart agiert: «Es ist sicher speziell, wenn man gegen solche Spieler antreten darf. Als Goalie ist es mir aber lieber, wenn ich während des Spiels etwas zu tun habe.»
Ob die Arlesheimer die Ex-Profis aus Sitten ärgern oder sogar aus dem Wettbewerb werfen können, wird sich am Samstag ab 16 Uhr auf der Sportanlage Widen in Arlesheim zeigen.


