«Bonjour la vie!»

Auch auf seiner 30. Tournee gastiert der Circus Monti in Arlesheim. Mit dem Dorf verbindet der Zirkus viele schöne Erinnerungen. Das «Wochenblatt» verlost Tickets.

Magischer Augenblick: Der Venezolaner Aimé Morales begeistert mit seinem Akrobatikgerät, dem Roue Cyr.  Foto: ZVG
Magischer Augenblick: Der Venezolaner Aimé Morales begeistert mit seinem Akrobatikgerät, dem Roue Cyr. Foto: ZVG

Tobias Gfeller

Zirkusdirektor Johannes Muntwyler kommt ins Schwärmen: «Es sind querbeet alles neue Artisten. Von der Stimmung und der Atmosphäre her haben wir im Vergleich zu vergangenen Jahren noch einmal einen Schritt vorwärts gemacht.» Das 30. Monti-Programm, «Bonjour la vie!», lässt das Universum der heutigen Bohemiens aufleben. Bohemiens sind Künstler, die ein unkonventionelles Leben frei von gesellschaftlichen Zwängen führen. Sie dienten in diesem Jahr dem Regie-Team des Circus Monti als Leitfaden und Inspiration für die Jubiläumstournee. 23 Künstler verschmelzen im Programm zu einer Einheit. «Die Artisten sind nicht nur einzelne Artisten in diesem Programm», erklärt Muntwyler. Die einzelnen Szenen werden verknüpft und gehören inhaltlich zusammen. Daraus entstünden immer wieder neue Nummern.

Die Musik als Teil des Programms
Der Circus Monti überzeugte das Publikum unter anderem im Aargau und im Luzernischen mit menschlichen Szenen. «Jeder ist irgendwo eine Persönlichkeit als Figur, als Mensch und trägt mit seinem Auftritt zum Ganzen bei», so Zirkusdirektor Muntwyler. Das artistische Niveau sei in diesem Jahr überdurchschnittlich hoch. «Und das sage ich nicht einfach nur, weil ich der Direktor bin.» Einen wichtigen Part nimmt das Orchester ein, das noch mehr ins Programm einbezogen wird. Die Musiker – darunter ein Cello- und ein Hornspieler – werden Teil der Vorstellung und sind nicht einfach nur die Begleitung am Rande. Das fahrbare Piano wird auch einmal inmitten der Manege stehen und Ausgangspunkt einer Nummer sein. Die in diesem Jahr aussergewöhnliche Atmosphäre wird durch Lichtstimmungen und die Art der Musik unterstützt. «Es gibt Stücke, bei denen bekomme ich jeweils Hühnerhaut», betont der sehr erfahrene Johannes Muntwyler.


«Der ‹Monti› gehört zu Arlesheim»
Der Circus Monti hat in Arlesheim eine lange Tradition. Johannes Muntwyler erinnert sich noch gut an den schwierigen Start, als der Zirkus bei den Einheimischen noch nicht so ankam. Es sei aber jedes Jahr besser geworden. «Das Publikum, das uns in Arlesheim besucht, sucht sich seine Unterhaltung gezielt aus. Es geht nicht einfach in den Zirkus, es geht bewusst in den Circus Monti.» Der ‹Monti› passe perfekt zu Arlesheim und umgekehrt. Auch ans Dorf selber hat der Zirkusdirektor sehr schöne Erinnerungen. «Das Dorfzentrum mit dem Dom, den vielen Cafés und Beizen lädt zum Verweilen ein.» Auch fuhren sie an einem freien Tag mit dem Fahrrad in die Ermitage zum Bräteln. «Einfach eine wunderschöne Gegend.»

Viel Lob hat Muntwyler auch für die Gemeindebehörden übrig. Diese würden den Zirkus immer sehr gut unterstützen. «Wir fühlen uns sehr willkommen in Arlesheim und schätzen das partnerschaftliche Verhältnis.» Speziell lobt er die Polizei und die lokale Bauverwaltung. «Das ist heute nicht mehr selbstverständlich», weiss er aus eigener Erfahrung an anderen Orten. Wie in den vergangenen Jahren steht der Circus Monti auf der Zirkuswiese an der Birseckstrasse.

Tickets gewinnen
Für die Vorstellung von Samstagabend, 10. Mai, verlost das «Wochenblatt» 3×2 Tickets. Einfach bis diesen Freitag, 9. Mai, 14 Uhr eine E-Mail an die Adresse wettbewerb@wochenblatt.ch senden. Adresse und Telefonnummer nicht vergessen. Wer sich nicht auf sein Glück verlassen will: Am Freitag und Samstag gibt es je eine Nachmittags- und eine Abendvorstellung (15 Uhr / 20.15  Uhr). Am Sonntag endet das Monti-Gastspiel mit einer Nachmittagsvorstellung, ebenfalls um 15 Uhr.

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