Biberalarm bei der Pfadi

Neu machen nicht mehr nur die Wölfe, Pfadi und Pios, sondern auch die vier- bis sechsjährigen Biber der Pfadi Rychestei die Wälder unsicher.

«Mit Freud debi»: So lautet das Motto der Biber der Pfadi Rychestei.

«Mit Freud debi»: So lautet das Motto der Biber der Pfadi Rychestei.

Verantwortlich für die Biber (v.l.): Sarah Tanner, Antonia Sutter, Eliane Tanner, Zora Eigenmann. Fotos: ZVG

Verantwortlich für die Biber (v.l.): Sarah Tanner, Antonia Sutter, Eliane Tanner, Zora Eigenmann. Fotos: ZVG

Es ist ja so eine Sache mit den Pfadistufen. Während sie für eingefleischte Pfadfinderinnen und Pfadfinder das Normalste der Welt sind, können die ­verschiedenen Bezeichnungen auch dank ihrer speziellen Namen bei Aussenstehenden schnell für Verwirrungen sorgen. «Zu den Bibern kommt man im Kindergartenalter, also mit vier bis sechs Jahren», klärt Nino Schärer, Abteilungsleiter der Pfadi Rychestei, auf. Danach folge der Übertritt zu den Wölfen, um dann mit ungefähr zehn Jahren zum Pfadi und später vielleicht gar zum Pio zu werden. Ab Anfang September bietet die Pfadi Rychestei nun all diese vier Stufen inklusive Biber an. «Die Biberstufe braucht viel mehr Aufwand als die anderen Stufen, da die Kinder in den meisten Fällen noch nicht wirklich selbstständig sind», erklärt Schärer. Aus Kapazitätsgründen habe man daher bis anhin auf sie verzichtet. Durch das Wachstum der Pfadi Rychestei und der Fülle an motivierten und qualifizierten Leiterinnen und Leitern sei es jetzt aber möglich, das komplette Programm anzubieten.

Inhaltlich unterscheidet sich das Programm der vier- bis sechsjährigen Biber nicht wesentlich von dem der älteren Stufen. Natürlich gäbe es eine stärkere Betreuung und aufs Kindergartenalter angepasste Aktivitäten, doch grundsätzlich gehe es wie bei den Wölfen und Pfadi immer darum, Spass bei gemeinsamen Abenteuern in der Natur zu haben.

Hauptsache nicht aus Zuckerwatte

«Mit Freud debi» lautet denn auch das Motto der neuen Biberstufe der Pfadi Rychestei. Abgesehen von dieser Freude müsse man eigentlich nichts mitbringen, um bei den Bibern einzusteigen, meint Schärer, um dann augenzwinkernd noch anzufügen: «Man sollte nicht gerade aus Zuckerwatte sein!»

Abgesehen davon, dass die Kinder vielleicht auch mal ziemlich dreckig nach Hause kommen, müssen sich aber die Eltern keinerlei Sorgen um ihren Nachwuchs machen. «Alle vier Leiter, die für die Biberstufe zuständig sind, haben jahrelange Erfahrung als Pfadileiter und arbeiten teilweise sogar auch im Beruf mit kleinen Kindern zusammen», weiss Schärer nervöse Eltern zu beruhigen.

Das neue Angebot der Pfadi Rychestei scheint eine Erfolgsgeschichte zu werden. «Wir haben jetzt schon zahlreiche Anmeldungen, gerade von Kindern, ­deren ältere Geschwister schon bei der Pfadi mit dabei sind», weiss Schärer zu berichten. Wer jetzt auch «gluschtig» ­geworden ist und bei den Bibern reinschauen möchte, der kann sich bei Sarah Tanner (tweety@rychestei.ch) melden, um am 4. September bei der allerersten Biber-Aktivität der Pfadi Rychestei mit dabei zu sein.

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