Abwechslungsreiche Bühnete sorgte für beste Unterhaltung

Mit Zirkusnummern, musikalischen Highlights und einem pantomimischen Maskentheater begeisterte die 21. Bühnete am Sonntagnachmittag in Arlesheim das Publikum.

Ein Hauch Zirkusluft an der Bühnete: Solvejg Weyeneth vom Zirkus Fahraway mit dem Diabolo.  Foto: Isabelle Hitz
Ein Hauch Zirkusluft an der Bühnete: Solvejg Weyeneth vom Zirkus Fahraway mit dem Diabolo. Foto: Isabelle Hitz

Das Programm der Bühnete versprach auch in diesem Jahr ein abwechslungsreicher Nachmittag voll künstlerischer Leckerbissen zu werden. So war es kaum erstaunlich, dass die Mehrzweckhalle des Domschulhauses in Arlesheim wie gewohnt gut besetzt war. Dank der gagenfreien Auftritte der Künstlerinnen und Künstler und dem von freiwilligen Helfern gestellten reichhaltigen Buffet stand der gelungene Mix aus kulturellem und kulinarischem Genuss wiederum gegen einen freiwilligen Kollektenbeitrag jedermann offen.

Klangerlebnis der besonderen Art

Nach einer Einstimmung durch die French Connection, die dieses Jahr das musikalische Rahmenprogramm bestritten und mit «Musik, die in keine Schublade passt» charmant die Umbaupausen überbrückten, betraten die Flying Percussions die Bühne. Das ungewöhnliche Trio, bestehend aus Dieter Buchwalder (Marimbafonist und Vibrafonist), Barni Palm (Percussion) und George Ricci (Klarinette und Saxophon) bestach mit einem Klangerlebnis der Extraklasse. Die freie Improvisation auf teils selbst gebauten Instrumenten wie Buchwalders Glasharfe nahm das begeisterte Publikum mit auf eine faszinierende Reise voll überraschender Klangerlebnisse.

Einen Einblick in das Programm des Zirkus Fahraway gewährte Solvejg Weyeneth mit einer ebenso rasanten wie ästhetischen Diaboloshow, musikalisch begleitet von Donath Weyeneth (elektronisch verfremdete Marimba). Das Publikum dankte mit tosendem Applaus. Auf Artistik folgte mit Ten Strings-Jazz wiederum Musik: Der begnadete Geiger Adam Taubitz glänzte zusammen mit Mauro Bodio (Gitarre) mit virtuosen Saitenklängen vom Feinsten. Begleitet wurden die Ten Strings von Flo Hunziker am Bass.

Ohne Mimik und Worte

Das amüsante Maskentheater der Compagnia mutabile, in dem Walter Lustenberger und Regula Bolliger-Flury ohne Worte und ohne Mimik, aber nicht minder ausdrucksstark, aus dem Alltag eines betagten Ehepaars erzählten, vermochte ebenfalls zu begeistern. Mit den von Guido Bruggmann (Moderation und Stimme der French Connection) als «Seele und Hausmusik der Bühnete» gepriesenen Backfischen (Philipp Iberg, Chalumeau, Florenz Hunziker, Bass, und Judith Iberg, Akkordeon), die bis auf ein Mal immer an der Bühnete auftraten und auch einen grossen Teil der Organisation leisten, ging es wieder musikalisch weiter. Der Walzer, eine Musette von Baptiste Kunz und ein traditionelles irisches Stück holten sich den verdienten Applaus. Als letzte Musikgruppe stand die «älteste Boygroup der Welt», los Veteranos, auf der Bühne. Zusammen sind die jung gebliebenen Musiker dieses Jahr 250 Jahre alt. Mit Humor und ansteckender Heiterkeit bot das Trio (Georg Bechtel, 92 Jahre, Werner Vollmer und Hans Willin) mitreissend fröhliche Mundharmonika-Musik und versprühte pure Lebensfreude.

Zum Abschluss des reichhaltigen Programms zogen die Artisten des Zirkus Fahraway, Valentin Steinemann, Nina Wey und Solvejg Weyeneth, mit einer grossartigen akrobatischen Nummer noch einmal das Publikum in ihren Bann. Für musikalische Begleitung sorgte auch diesmal Donath Weyeneth mit einer selbst gebauten elektrischen Gitarre. Die Reaktionen aus dem Publikum und das langanhaltende Klatschen nach jeder Nummer liessen keine Zweifel offen: Auch die 21. Bühnete war wieder ein durchschlagender Erfolg!

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