Arlesheim
08.01.2020

Konzert in der Trotte: Vielfältige Klänge zum Neuen Jahr

Frühling, Sommer, Herbst und Winter: Marlene Andersson und Pascal Nippel entführten die Zuhörerinnen und Zuhörer auf eine musikalische Reise durch die Jahreszeiten.  Foto: Axel Mannigel

Frühling, Sommer, Herbst und Winter: Marlene Andersson und Pascal Nippel entführten die Zuhörerinnen und Zuhörer auf eine musikalische Reise durch die Jahreszeiten. Foto: Axel Mannigel

Am letzten Freitagabend war in der Trotte ein musikalischer Jahreslauf zu hören: Marlene Andersson und Pascal Nippel hatten zum Neujahrskonzert eingeladen.

Von: Axel Mannigel

Wären es zwölf Stücke gewesen, hätte es genau gepasst. Aber auch mit den vorhandenen elf waren von der Arlesheimerin Marlene Andersson (Harfe) und dem Muttenzer Pascal Nippel (Querflöte) Melodien, Stimmungen und musikalisch-atmosphärische Eindrücke zu hören, bei denen ein ganzes Jahr lebendig wurde. Frühling, Sommer, Herbst und Winter – alle jahreszeitlichen Qualitäten waren im Spiel der beiden jungen Musiker innerhalb der knappen Stunde vorhanden. Ob lustig-heiter, fragend-perlend oder auch dramatisch-ernst, ob voll oder karg, schwungvoll oder zögernd, das beeindruckende Fingerspiel von Andersson (20) und Nippel (22) schuf vielfältigste Klangräume. Die beiden Musikstudierenden begeisterten das Publikum, das jedoch gleich zu Beginn darum gebeten wurde, erst ganz am Schluss des Programms zu applaudieren. So entstand eine Dichte, die durch die stillen Pausenmomente zwischen den Stücken stark gewann.


Pointierte Eindrücke


Stücke etwa von Mozart, Bach, Gluck und Debussy wechselten mit vier Serenaden von Vincent Persichetti ab. Diese – recht unterschiedlichen – Serenaden sollten eine Art roten Faden durch das Programm bilden. Vier Soli, je zwei für Harfe und Flöte, waren wichtige Elemente des Programms. So arbeiteten die beiden Künstler durchdacht mit unterschiedlichen Tempi und Anmutungen. Ausserdem liessen sich so bestimmte Eindrücke der einzelnen Instrumente stärker abgrenzen und pointieren, etwa das meditativ bis fast ins Japanische anmutende Flötenspiel und die klaren, vollen, perlenden Töne der Harfe. Spannendes Detail: Im Schattenwurf der Harfensaiten war deutlich ihre Schwingung zu sehen. Die mitgehende Mimik und der wiederkehrende Blickkontakt der beiden Musiker schufen eine schöne Basis für das Gehörte. Rund 40 Interessierte waren zum Konzert gekommen, deutlich mehr, als erwartet. «Viele gute Freunde aus Schulzeiten sowie aus Orchestern sind interessiert, wie unsere Entwicklung vorangeht. Wir sind dankbar für diese Solidarität und Unterstützung», so Nippel. Diese gäben neue Kraft — etwa für solche Projekte.