Arlesheim
14.09.2022

«Die Segel sind gesetzt»

Nervenkitzel: Mit seiner Drohnenshow vermochte Arealentwickler Hans-Jörg Fankhauser die Gäste in seinen Bann zu ziehen. Foto: zVg

Nervenkitzel: Mit seiner Drohnenshow vermochte Arealentwickler Hans-Jörg Fankhauser die Gäste in seinen Bann zu ziehen. Foto: zVg

Das erste Gebäude von Uptown Basel wurde feierlich eröffnet. In zehn Jahren sollen 50 internationale Firmen auf dem Areal wirtschaften.

Von: Caspar Reimer

Es war grosses Kino, was Architekt und Arealentwickler Hans-Jörg Fankhauser am Ende seiner Rede zur Eröffnung von Uptown Basel letzten Donnerstag zum Besten gab: Er steuerte eine Drohne mit einer Livekamera kreuz und quer in weitschweifigen Kurven über das Areal, während die Anwesenden im Saal das Schwindel erregende Geschehen an der Wand mitverfolgen konnten. Als Höhepunkt der Show steuerte Fankhauser die Drohne in das Gebäude hinein, direkt über die Köpfe der Menschen hinweg und zurück in seine Hände, wo die fliegende Kamera zum Stillstand kam. Vor lauter Aufregung gab es einen heiteren Applaus.

Die Performance war selbstverständlich von entsprechend dramatischer Musik begleitet und passte somit gut zum Geist des Aufbruchs, der dem Anlass innewohnte: «The Pioneer» heisst das 40000 Quadratmeter Geschossflächen umfassende erste Gebäude von Uptown Basel, das im Beisein von 150 Gästen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik eröffnet wurde. «Die Segel sind gesetzt. Wir haben mit Uptown Basel erfolgreich Fahrt aufgenommen und setzen die Vision Schritt für Schritt in die Realität um», so Fankhauser. Direktor und CEO Baschi Dürr führte durch den Anlass und gab Einblicke in die Geschäfte der Mieter. Uptown Basel sieht sich als «Kompetenzzentrum für Industrie 4.0» und so geisterte während der Eröffnungsfeier die Frage herum, was diese Bezeichnung eigentlich genau bedeute. Antworten gab es unterschiedliche, Fankhauser sagte es so: «Es bedeutet, dass nicht jeder für sich alleine wurstelt, sondern dass wir zusammenarbeiten.»

Stéphane Schneider, CEO von Bouy­gues Energies und Services, einer der ersten Mieter im neuen Gebäude, formulierte es etwas plastischer: «Früher baute man eine Fabrik und sah, wenn sie fertig war, was nicht funktionierte. Heute planen wir eine Fabrik zu 100 Prozent am Computer. Das ist Industrie 4.0.» Seine Firma gilt schweizweit als führender Gebäudetechniker. Weitere Mieter sind Vinci Energies mit den Marken Axians und Actemium sowie demnächst die Straumann Group. In den nächsten zehn Jahren sind insgesamt neun Gebäude für 50 internationale Unternehmen und rund 2500 Arbeitsplätze auf über 70000 Quadratmetern geplant.

Politisch im Trockenen

«Während die Schweizer Industrie und die internationalen Lieferketten weiterhin unter grossem Druck stehen, wird auf dem Areal Uptown Basel die Wertschöpfung in der Region gestärkt. Das liegt mir am Herzen», sagte Thomas Staehelin, Investor und VR-Präsident von Uptown Basel. Hinter der Idee steht die private Eigentümerschaft der Familie Monique und Thomas Staehelin mit einer Investition von über 500 Millionen Franken. Als Vertreterin von Arlesheim war Gemeinderätin und Vizepräsidentin Ursula Laager (Frischluft) anwesend: «Arlesheim freut sich, Heimat von Uptown Basel sein zu dürfen. Es ist ein für unsere Gemeinde prägendes Projekt.» Tatsächlich hatte die Gemeindeversammlung im vergangenen Frühling mit 144 Ja- zu 20 Nein-Stimmen dem Quartierplan Untere Weiden 2, welcher die Grundlage für das neue Industrieareal darstellt, deutlich zugestimmt. Heute sei Arlesheim für die Ermitage und den Dom bekannt, in Zukunft vielleicht für Uptown Basel, sagte Laager damals anlässlich der Gemeindeversammlung.

Abwehr von Cyberangriffen

Die nächsten Gebäude im Bauprozess sind die beiden Energiezentralen für Strom und Wärme. Letztere ist das Herzstück von Primeo Energie, welche die Abwärme des Areals sowie Biomasse für die Wärmebereitstellung nutzt. «Normalerweise versorgen wir mit einem Unterwerk eine Stadt. Jetzt gibt es eines einzig für Uptown Basel», sagte Conrad Ammann, CEO der Primeo Energie Gruppe. An der Eröffnungsfeier wurden zudem Einblicke in das Security Operations Center SOC von Axians und Actemium geboten: Das SOC ist ein Zentrum zur Abwehr von Cyberangriffen auf IT-Infrastrukturen. Im SOC werden alle vernetzten Sensoren, Maschinen, Anlagen und Geräte überwacht sowie die internationale Zusammenarbeit der regionalen Ableger in Deutschland, Tschechien und weiteren europäischen Ländern koordiniert.

Zum Schluss des Anlasses und vor dem ausklingenden Apéro waren die Gäste vor das Gebäude geladen worden, wo Planer und Investoren feierlich einen Knopf drückten, um das Eröffnungsbanner am Gebäude zu entrollen.

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