Arlesheim
20.01.2021

Arlesheim reduziert Sendungen bei Birsstadt-TV

Regelmässig auf dem Bildschirm zu sehen: Gemeindepräsident Markus Eigenmann. Foto: Screenshot/Birsstadt TV

Regelmässig auf dem Bildschirm zu sehen: Gemeindepräsident Markus Eigenmann. Foto: Screenshot/Birsstadt TV

Nur noch alle zwei ­Wochen eine Sendung: Die Gemeinde passt den Vertrag mit der Birsstadt-TV-Produzentin an.

Von: Tobias Gfeller

Anfang 2019 mit der Idee gestartet, das Leben in den zehn Gemeinden des Vereins Birsstadt abzubilden, kämpft Birs-stadt-TV noch immer mit Startschwierigkeiten. Einerseits entschieden sich nur gerade Aesch, Arlesheim und Reinach für ein solches Format, andererseits gibt es in den Gemeinden gerade in Corona-Zeiten nicht jede Woche ein Ereignis, das sich für einen Filmbeitrag eignet. Dies führt nun dazu, dass die Gemeinde Arlesheim die Frequenz reduziert und statt jede Woche nur noch alle zwei Wochen eine Sendung produziert haben möchte. Dafür wurde der Vertrag mit der Produktionsfirma StadtTV GmbH, zu der auch «regioTVplus» gehört, angepasst.

Die Gemeinden können zwischen drei Frequenzen auswählen. Gemäss Vertrag kann die Gemeinde jederzeit Sondersendungen einkaufen oder wöchentliche Anpassungen vornehmen. Mit einer Sendung pro Woche hatte Arlesheim bis anhin die höchste Frequenz. «Wir lassen uns aber die Option offen, die Sendungsfrequenz bei Bedarf wieder zu erhöhen», betont Gemeindepräsident Markus Eigenmann (FDP). Die dafür nötige Flexibilität sei gegeben.

Einschaltquoten kaum ermittelbar

Birsstadt-TV ist auf dem Infokanal der InterGGA, dem Youtube-Kanal des Vereins Birsstadt, der Website der Gemeinden und auch bei «regioTVplus» zu sehen. Wie viele Personen jeweils eine Sendung schauen, ist gemäss Markus Eigenmann aufgrund dieser vielen Ausstrahlungswege schwierig zu ermitteln. Die Gemeinde hätte aber an solchen Zahlen grosses Interesse, da der Einkauf einer solchen Dienstleitung bei Dritten auch stets eine Frage von Kosten und Nutzen sei. Für das vergangene Jahr veranschlagte Arlesheim im Budget für Birsstadt-TV 43000 Franken.

Die Themen werden jeweils von den Gemeinden gesetzt. Diesbezüglich hat Markus Eigenmann überhaupt nichts auszusetzen. «Das Format empfinden wir nach wie vor als gut. Dazu ermöglichen uns die Beiträge jeweils Ende Jahr, einen authentischen filmischen Jahresrückblick zusammenzustellen.»

Beiträge für Website und Social Media

Max Schwank, Geschäftsführer der StadtTV GmbH, kann die Entscheidung von Arlesheim verstehen. Ein Problem sei dies für die Produktionsfirma nicht. Aesch, Arlesheim und Reinach entschieden sich vor zwei Jahren gemeinsam für das Paket A mit der höchsten Sendungsfrequenz.

Die Gemeinde Reinach lässt den Vertrag mit der StadtTV GmbH vorerst unverändert, obwohl auch sie aktuell aufgrund von Corona Schwierigkeiten habe, jede Woche ein Sendungsthema zu finden, verrät Gemeindepräsident Melchior Buchs (FDP). Birsstadt-TV werde aber sicherlich auch Bestandteil der Diskussionen rund um das Projekt «Ergebnisverbesserung 2022» sein. Für Melchior Buchs geht der Wert von Birs-stadt-TV über die jeweiligen Sendungen hinaus. «Wir können die Beiträge auch für die Website und die Social-Media-Kanäle der Gemeinde benutzen.» Nach dem Entscheid von Arlesheim wird auch Aesch im Gemeinderat über mögliche Anpassungen von Birsstadt-TV diskutieren, sagt Gemeindepräsidentin Eveline Sprecher (SP). Sie hatten zuletzt aber keine Schwierigkeiten, Sendungsthemen zu finden. Mit der Arbeit von «regioTVplus» sei man in Aesch sehr zufrieden, so Sprecher.

Birsstadt-TV mit mehr Gemeinden?

In einem sind sich Markus Eigenmann, Melchior Buchs und Eveline Sprecher einig: Dass nur gerade drei der insgesamt zehn Gemeinden Birsstadt-TV betreiben, sei schade. «Ein Birsstadt-TV mit mehreren Gemeinden hätten sicherlich Potenzial», meint Buchs. Zusammen könnten die Sendungsgefässe vergrössert werden. «Ein filmisches Wochenblatt quasi.»

Das sieht zwar auch StadtTV-GmbH-Geschäftsführer Max Schwank so, gibt aber zu bedenken, dass «regioTVplus» nicht unbeschränkt Platz für solche Sendungen habe. Es fänden aktuell Gespräche mit anderen Gemeinden statt. Mehr möchte Schwank aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht preisgeben.