Arlesheim
13.01.2021

Arlesheimer Kurzfilmtage starten virtuell durch

Gut ausgerüstet: David Borter weiss, was es technisch braucht, um eine hochwertige Onlineausgabe der Kurzfilmtage auf die Beine zu stellen. Bild: Caspar Reimer

Gut ausgerüstet: David Borter weiss, was es technisch braucht, um eine hochwertige Onlineausgabe der Kurzfilmtage auf die Beine zu stellen. Bild: Caspar Reimer

Ab Mittwoch sind die Beiträge der Arlesheimer Kurzfilmtage online. Nicht nur für die Filmemacher, auch für die Teilnehmenden des Onlinevotings gibt es Preise zu gewinnen.

Von: Caspar Reimer

Die fünfte Ausgabe der Arlesheimer Kurzfilmtage geht online: Vom 20. bis zum 30. Januar sind die Beiträge im Internet zu sehen. 13 Filme sind eingereicht worden, und das vorgegebene Thema «Klima» hat durch Corona einen anderen Fokus erhalten, als dies ursprünglich gedacht war. «Einige Filme beschäftigen sich mit dem Klima aus Sicht der Umwelt, andere Beiträge thematisieren das soziale Klima während der Pandemie. So sind die Filme gewissermassen eine Abbildung des vergangenen Jahres», sagt Organisator David Borter zum Wochenblatt. Die coronabedingte Verbannung ins Internet sehen die Verantwortlichen der Kulturkommission Arlesheim keineswegs als traurige Notlösung während der Pandemie – im Gegenteil: «So haben wir die Chance, die eigentlich lokale Veranstaltung noch bekannter zu machen», sagt Verena Jäschke, Kommunikationsverantwortliche der Kulturkommission. Schon jetzt sind einige Beiträge aus Deutschland und anderen Ländern eingereicht worden – man befindet sich also auf gutem Weg. Ein besonderes Markenzeichen der Kurzfilmtage und wohl auch ihr Erfolgsrezept ist ihre freie Zugänglichkeit, denn abgesehen vom Thema, einer maximalen Filmlänge von acht Minuten und dem Produktionsjahr 2020 sind keine Vorgaben gemacht worden. So können Filme schlicht mit dem Handy, aber auch mit einem professionellen Filmset gemacht werden: «Auch in dieser Beziehung decken die Beiträge die ganze Bandbreite ab. Es hat auch mehrere Animationsfilme dabei», verrät Borter.

Jury verleiht eigenen Preis

Die virtuelle Durchführung habe ein weiteres Plus, betonen die Organisatoren: «Statt wie bisher nur zwei Tage sind die Filme während zehn Tagen und rund um die Uhr zu sehen», sagt Jäschke. So kann sich das Publikum viel Zeit nehmen, die Filme zu bewerten und so darüber zu bestimmen, wer am Samstag, 30. Januar, den Publikumspreis, der mit 500 Franken dotiert und vom Wochenblatt gesponsert ist, erhalten wird. Einsendeschluss für die Votings ist der 29. Januar um Mitternacht. Und auch jene, die am Onlinevoting teilnehmen, können einen Preis gewinnen. Neben dem Publikumspreis verleiht die Jury zudem noch zwei eigene Preise in der Höhe von 1000 und 500 Franken. Die Jury, die sich die Filme im Vorfeld bereits angesehen hatte, besteht aus SRF-Redaktorin Sarah Herwig, Dokumentarfilmer Matthias von Gunten und David Borter selbst. «Die Jury beurteilt die Filme in der Regel etwas anders als das Publikum. Genau das macht es ja interessant», sagt er.

Für die Preisverleihung am 30. Januar um 20 Uhr haben sich die Verantwort­lichen nicht lumpen lassen: Der Livestream wird mit modernsten technischen Mitteln über die Bildschirme in die Wohnungen der Zuschauerinnen und Zuschauer gehen: «Arlesheimer Unternehmen, die GGA Arlesheim, die Inter­GGA und das Culinarium, unterstützen uns dabei, was diese technische Umsetzung auf hohem Niveau möglich macht», so Borter. Moderiert wird die Veranstaltung von Radio-Basilisk-Chefredaktor Benjamin Bruni. Und als Sponsoringpartner wird vom Wochenblatt Redaktionsleiterin Fabia Maieroni vor Ort sein.