Zuerst fit werden – danach Schach oder Pétanque spielen

Am Samstagmorgen wurde im Wohnquartier Mattweg der neue Bewegungs- und Begegnungspark Arlesheim feierlich eröffnet. Hier kommt Jung und Alt zu Bewegung und durch Schach auch zum Denksport.

Feierlicher Augenblick: Vertreter von Verein, Gemeinde, Firmen und Institutionen durchschneiden das rote Band.  Foto: Thomas Brunnschweiler
Feierlicher Augenblick: Vertreter von Verein, Gemeinde, Firmen und Institutionen durchschneiden das rote Band. Foto: Thomas Brunnschweiler

Über 100 Menschen hatten sich um 10.30 Uhr zur offiziellen Inbetriebnahme des Bewegungs- und Begegnungsparks eingefunden. Im Namen des Vorstands des Vereins Bewegungspark Arlesheim begrüsste Präsident Hannes Felchlin die Anwesenden. Lange habe man auf diesen Tag hingearbeitet. «Arlesheim ist um eine Attraktion reicher», sagte Felchlin, «es ist ein Angebot, dessen Zielgruppe die sonst eher inaktiven Menschen sind.» Alles habe bei einer Strategieklausur der FDP angefangen. Bald sei ein politisch neutraler Verein gegründet worden, mit dem Ziel, ohne Gemeindefinanzen einen ansprechenden Bewegungspark zu realisieren. Die Gemeinde überliess dem Verein 600 Quadratmeter der sogenannten Zirkuswiese. Zur Beratung und Realisierung wurden auch das Sportamt Baselland, der Dornacher Künstler Norbert Roztocki, die Firma Playfit GmbH aus Hamburg, die Hunziker Garten AG und zur Schulung das Medizinische Trainingszentrum MTZ Sirius gewonnen.


Viel mehr als Fitness

Die acht Geräte von Playfit sind robust, einfach zu bedienen und selbsterklärend und eignen sich für niederschwellige Übungen, insbesondere solche für die Koordination. Zu den zwei Bewegungsparkinseln gesellen sich eine Insel mit einem Riesenschach und eine Boulebahn, die wohl beide regen Zuspruch finden werden. Zum Verweilen laden die speziell für diesen Ort konzipierten Bänke von Norbert Roztocki ein, der an der Giardina in Zürich Beachtung fand.

Gemeindepräsident Markus Eigenmann nahm Bezug auf den hohen Altersdurchschnitt in Arlesheim und das Erfordernis, gemäss dem Altersleitbild private Projekte wie das des Bewegungsparks zu unterstützen. Da der Vorstand des Vereins sehr viel Herzblut investiere, sei diese «Public-private-Partnership» optimal. Zu begrüssen sei auch, dass der Park keine Minimallösung darstelle, sondern eine Begegnungszone für alle schaffe. Nach Grussworten von Basil Gygax vom Sportamt und Christina Hatebur wurde der Bewegungspark von den Vertretern aller Gruppen mit dem Durchschneiden eines roten Bandes feierlich eröffnet. Es folgten Einführungen an den Geräten, die Inbetriebnahme des Schachfeldes durch den Kinderschachclub Arlesheim und der Boulebahn durch den örtlichen Pétanque-Verein. Wer mochte, konnte am Ballonwettbewerb teilnehmen, sich verpflegen oder sich an den Ständen der Partnerinstitutionen informieren.


Finanzierung auf gutem Weg

Das Budget von 300000 Franken bis Ende 2017 konnte dank Spenden von Unternehmen, Institutionen und Privaten grossteils sichergestellt werden. Der Verein Bewegungspark ist aber noch auf der Suche nach Spenden und Sponsorings für die letzte Finanzierungstranche und den laufenden Unterhalt. Hannes Felchlin sagte: «Der Verein hat momentan rund 50 Mitglieder, bis Ende 2018 peilen wir eine Zahl von 200 an.»

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