Wo Dinosaurier und Astronauten sich treffen

An der Arlesheimer Kinderfasnacht gab es liebevoll gestaltete Kunstwerke zu sehen.

Giftgrüne Urzeit-Tiere: Durch den Dino-Schlund können die Kinder gefahrlos aus der Larve sehen.

Giftgrüne Urzeit-Tiere: Durch den Dino-Schlund können die Kinder gefahrlos aus der Larve sehen.

Tierisch: Diese zwei Löwen suchen vielleicht schon das nächste «Räppli-Opfer».

Tierisch: Diese zwei Löwen suchen vielleicht schon das nächste «Räppli-Opfer».

Grosszügig: Bevor es ins Weltall geht, hat dieser Astronaut noch eine süsse Überraschung – aber Obacht, die Räppli sind in der anderen Hand schon parat.

Grosszügig: Bevor es ins Weltall geht, hat dieser Astronaut noch eine süsse Überraschung – aber Obacht, die Räppli sind in der anderen Hand schon parat.

Frei nach Peach Weber: «Überall hets Pilzli draa» – allerdings sollte man bei den weiss gepunkteten Exemplaren Vorsicht walten lassen.

Frei nach Peach Weber: «Überall hets Pilzli draa» – allerdings sollte man bei den weiss gepunkteten Exemplaren Vorsicht walten lassen.

«Hallo, hier bin ich»: Wem diese junge Fasnächtlerin wohl winkt? Wahrscheinlich den stolzen Eltern, die am Strassenrand den Umzug mitverfolgen.

«Hallo, hier bin ich»: Wem diese junge Fasnächtlerin wohl winkt? Wahrscheinlich den stolzen Eltern, die am Strassenrand den Umzug mitverfolgen.

«Waart! Für dii han ich au no eppis!»: grosszügige Pierrots im Räppliregen. Fotos: Fabian Schwarzenbach

«Waart! Für dii han ich au no eppis!»: grosszügige Pierrots im Räppliregen. Fotos: Fabian Schwarzenbach

«Ich komme auch noch die Kunstwerke besichtigen», sagt eine Dame und begrüsst ihre Bekannten, die bereits seit einiger Zeit am Strassenrand stehen und der Arlesheimer Kinderfasnacht zuschauen. Die Dame weiss, was sie erwartet, und sie sollte auch recht behalten. Die Schulklassen oder Kinderhorte haben sich alle etwas überlegt. Themen und Gestalten, die den Kleinsten irgendwie nahe sind, die sie kennen und gerne der Öffentlichkeit präsentieren. Liebevoll dargestellte Figuren, die meist aus einfachsten Dingen zusammengebastelt wurden.

So ein Trupp Roboter, die in ihren grau-alu-farbenen übergestülpten grossen Schachteln daherkommen. Ausgediente CDs, Trinkbecher, magnetgrosse Knöpfe und zurechtgeschnittene Kabel und Stecker kleben auf dem dargestellten Roboterkörper und vermitteln ein sehr realistisches Science-Fiction-Gefühl. Mehr Wissenschaft als Fiktion zeigen die Kinder, die sich unter Albert-Einstein-Larven verbergen. Obwohl von Kinderhänden erschaffen, erinnern sie deutlich an den bekannten Professor. Ein Schild mahnt: «Lueget zur Ärde!»

Etwas tiefer in derselben befinden sich die nächsten Kinder mit ihrem Baustellen-Sujet. Als Kostüm tragen sie eine überdimensionierte selbst gestaltete Leuchtweste und auf dem Kopf einen nachgebildeten Leitkegel.

Ein weiteres hochgehaltenes Schild warnt vor Dinosauriern: Die Urzeit-Viecher kommen in allen erdenklichen Farben daher und zeigen ihre schönen weissen Zähne. Aus dem Schlund können die Kinder gefahrlos aus der Larve sehen und ihr nächstes Opfer für den Räppliregen anvisieren.

Das Publikum verzaubert – im Sinne des Wortes – eine Gruppe mit dunkelblauen Gewändern mit goldenen Sternen darauf. Selbstverständlich sind es Zauberinnen und Zauberer, die einen gleich gemusterten Hut und einen Zauberstab tragen.

Begleitet werden die jüngsten Fasnächtlerinnen und Fasnächtler von zahlreichen Erwachsenen, die mit Piccolo oder Trommel den Zug musikalisch begleiten; oder schauen, dass sich die teilweise erstmals kostümierten Kinder nicht im Publikum verlieren. So geht es auch einem kleinen Pandabären, der noch an der Hand seiner Mutter das Treiben verfolgt. Immerhin hat er keine Angst vor der Gruppe Löwen.

Der Fasnachts-Nachwuchs absolviert mehrere Runden und produziert bereits Stau und Lücken wie die Grossen. Auf jeden Fall gelingt die Vertreibung des Winters, ursprünglich einmal der Zweck der Fasnacht, auch wenn noch eine Gruppe Kleinster in hellweissen Schneeflöckchen daherkommt. Ausnahmen bestätigen schliesslich die Regel.

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