Pauken, Popmusik und pinke Punkte
Lohnt sich ein Sm’Aesch-Spiel für jemanden, der keine Ahnung von Volleyball hat? Ein etwas anderer Matchbericht.

Der Ball muss übers Netz und möglichst im gegnerischen Feld auf den Boden kommen, es gibt mehrere Sätze und am Ende gewinnt jenes Team, das mindestens drei Sätze für sich entscheiden kann – etwa darauf beschränkten sich meine Volleyballkenntnisse bis vor einer Woche. Normalerweise beschäftige ich mich eher mit politischen Ballwechseln als mit sportlichen.
Doch zum Auftakt unserer Medienpartnerschaft mit Sm’Aesch-Pfeffingen will ich es genauer wissen und besuche das erste Heimspiel der Saison in der Sporthalle Löhrenacker – oder der «Sm’Aesch-Arena», wie Geschäftsführer Fabio Back zu sagen pflegt.
Der Andrang am Sonntag ist gross – der Volleyballclub hatte im Vorfeld Flyer mit einem Gratiseintritt im ganzen Dorf verteilt. Die Strategie scheint zu funktionieren, denn die Menschen stehen noch bis kurz vor Anpfiff vor der Halle Schlange. Rund 500 Zuschauende – vornehmlich in Pink gekleidet – zieht das Spiel gegen Genf an. Die Tribünen reichen nicht aus und so müssen sich einige Gäste mit Stühlen selbst behelfen.
Punkt 16 Uhr geht das Spiel los und damit startet ein wilder Mix aus Emotionen und Eindrücken: Der Fanclub «Sm’Aesch Vikings» paukt das Publikum gerade warm, da macht das Team um Headcoach Melanie Cina bereits den ersten Punkt. Die Halle tobt, ein Popmusikfetzen wird eingespielt – das wiederholt sich ab nun nach jedem Punkt, egal, ob er vom gegnerischen Team kommt oder von Sm’Aesch.
Die Aescherinnen haben an diesem Sonntag die Oberhand und so wechseln sich die euphorischen Video-Einspieler auf dem grossen Bildschirm ab: «What a Hammer!», steht da etwa, als Angreiferin Lauryn Hovey den Ball im gegnerischen Feld auf den Boden schmettert.
Die Spielerinnen scheinen in Form zu sein, der Teamgeist ist nach jedem Schlagabtausch mit den Genferinnen spürbar. Sinnbildlich dafür steht die Holländerin Mae de Graaf: Steht sie nicht selbst im Feld, feuert sie ihre Teamkolleginnen mit einem lauten «Hop, Hop, Hop!» an. Die Stimmung wirkt beflügelnd, das Team hält zusammen und feiert nach drei Sätzen (25:18, 25:23, 25:18) den Sieg gegen das Team von Andi Vollmer, selbst ehemaliger Sm’Aesch-Trainer.
Geschäftsführer Fabio Back ist die Erleichterung anzusehen. Das erste Heimspiel der Saison ist geglückt.
Nach rund zwei Stunden treten die meisten Zuschauerinnen und Zuschauer den Heimweg an. Die Spielerinnen geben die letzten Interviews, da beginnt bereits der Abbau in der Halle. Tribünen, Netz und Musikanlage werden abgebaut und versorgt. Dutzende Helferinnen und Helfer wirken ehrenamtlich bei Sm’Aesch in unterschiedlichen Funktionen mit, sagt Back. Sie alle machen die Sm’Aesch-Spiele zu einer «pinken Party», wie er betont. Das freiwillige Engagement und die Leidenschaft sind überall zu spüren.
Und auch wenn ich nach nur einem Spiel nicht zum Volleyball-Profi werde: Der Ausflug auf den Löhrenacker hat sich gelohnt.
Die nächste Gelegenheit, das Team in Aktion zu sehen, bietet das Heimspiel am Samstag, dann spielt Sm’Aesch gegen VBC Cheseaux.
Tickets gewinnen
Das Wochenblatt verlost als exklusiver Medienpartner von Sm’Aesch-Pfeffingen 2× 2 Tickets für das Heimspiel am 24. Oktober gegen VBC Cheseaux. Spielbeginn ist um 17.30 Uhr.
Mitmachen ist ganz einfach: Schreiben Sie uns bis Freitag, 23. Oktober, 12 Uhr, ein Mail mit dem Vermerk «Pink» an wettbewerb@wochenblatt.ch. Name, Adresse und Telefonnummer nicht vergessen! Die Gewinnenden werden benachrichtigt.
Viel Glück!


