Nach Falschmeldung: Martin Kaiser ist der neue Gemeinderat

Seit Montagmittag ist klar: Martin Kaiser zieht neu in den Gemeinderat ein. Die vier Bisherigen wurden mit einem jeweils guten Resultat gewählt.

Fast hätte es in Pfeffingen einen zweiten Wahlgang gegeben: Weil das absolute Mehr nach Auszählung der Stimmen falsch ausgerechnet worden war, sah es bis Montagvormittag danach aus, als müssten die beiden Herausforderer Urs Henner (CVP) und Martin Kaiser (parteilos) für einen zweiten Wahlgang antreten. Der aus Arlesheim zugezogene Urs Henner war dem Pfeffinger Urgestein Martin Kaiser zwar deutlich unterlegen, hätte die Herausforderung für den zweiten Wahlgang aber gepackt, wie er dem Wochenblatt am Montagmorgen noch mitteilte: «Zwar ist die Luft jetzt etwas draussen, aber ich werde wohl für einen zweiten Wahlgang antreten.» Doch es kam alles anders: Am Montag um die Mittagszeit wurde der Fehler entdeckt und das korrekte Resultat bekanntgegeben: Martin Kaiser ist der neue Mann im fünfköpfigen Gremium.


Experte für Sicherheit

Kaiser freut sich über das gute Resultat. Als Gemeinderat hat er Grosses vor: «Ich will das Bindeglied zwischen Gemeinderat und Bevölkerung sein», so Kaiser gegenüber dem Wochenblatt. Er sei in Pfeffingen «sehr verwurzelt und will das Dorfleben aktiv mitgestalten.» Es sei Zeit, dass wieder ein Alteingesessener, der in Pfeffingen aufgewachsen ist, im Gemeinderat sitzt, sagte Kaiser im Vorfeld der Wahlen. Als Instruktor bei der Schweizer Armee liegt ihm das Thema Sicherheit besonders am Herzen: «Da will ich mich engagieren.»


Thema Gemeinderat erledigt

Urs Henner nimmt die nun doch eingetretene Niederlage sportlich: «Ich gratuliere meinem Konkurrenten», so Henner gegenüber dem Wochenblatt. Wäre er in den Gemeinderat gewählt worden, hätte er wohl andere Impulse in die Exekutivbehörde eingebracht: «Mir scheint es wichtig, dass man nicht nur das eigene Gärtchen pflegt, sondern auch mit anderen zusammenarbeitet», so Henner. Seine Niederlage interpretiert er so: «Es ist in Pfeffingen etwas schwieriger, sich bei der Bevölkerung bekannt zu machen. Ich bin ja erst vor acht Jahren hierher gezogen.» Den Wahlkampf sieht er als spannende Erfahrung, aber das Thema Gemeinderat hat sich für ihn nun erledigt. Er wird in vier Jahren nicht wieder antreten.

Das beste Resultat hatte am Sonntag Ruben Perren (parteilos) erzielt, gefolgt von Gemeindepräsident Sven Stohler (FDP), Sacha Ursprung (parteilos) Susanne Schindler (FDP) und Martin Kaiser (parteilos). Die Stimmbeteiligung lag bei fast 45 Prozent. Die neue Legislaturperiode beginnt am 1. Juli.

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