Fasnächtler trotzen Nachwuchssorgen

Mit dem Umzug fand das bunte Treiben in Aesch am Sonntag seinen Höhepunkt. Einige ausgefallene Wagenkonstruktionen stachen dabei ins Auge.

Volle Säcke: Die Wagenclique «Barbare» ist bestens mit Räppli ausgerüstet.

Volle Säcke: Die Wagenclique «Barbare» ist bestens mit Räppli ausgerüstet.

Chindsgi-Bus: Für die ganz kleinen Fasnächtler geht Sicherheit vor. Am Steuer: Gemeindepräsidentin Eveline Sprecher.

Chindsgi-Bus: Für die ganz kleinen Fasnächtler geht Sicherheit vor. Am Steuer: Gemeindepräsidentin Eveline Sprecher.

Heimspiel: Die «Schlössli-Schränzer» sind auch nach über 25 Jahrenfester Bestandteil der Aescher Fasnacht.

Heimspiel: Die «Schlössli-Schränzer» sind auch nach über 25 Jahrenfester Bestandteil der Aescher Fasnacht.

Jubiläum: Die «Chette-Schlüch» feiern ihr 20-jähriges Bestehen.

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Putzig: die Kinder im buntenEistee-Wagen.

Putzig: die Kinder im buntenEistee-Wagen.

Räppli, Räppli: Dieser Waggis hatseinen Spass.

Räppli, Räppli: Dieser Waggis hatseinen Spass.

Blickfang: «D Flämmli-Fänger».

Blickfang: «D Flämmli-Fänger».

«Baby-Sitter-Waggis»: Skifahren und Fasnacht Hand in Hand.

«Baby-Sitter-Waggis»: Skifahren und Fasnacht Hand in Hand.

Zug um Zug: Die Wagenkonstruktionen von «Die Verdreide» sind in der Vergangenheit schon mit Preisen ausgezeichnet worden. Foto: Seraina Oppliger Photography

Zug um Zug: Die Wagenkonstruktionen von «Die Verdreide» sind in der Vergangenheit schon mit Preisen ausgezeichnet worden. Foto: Seraina Oppliger Photography

Mit einer besonders augenfälligen Konstruktion sorgte – wie schon in der Vergangenheit – die Aescher Clique «Die Verdreide» für Aufsehen: Sie rollte mit einem fast lebensgrossen S-Bahn-Wagen heran. Dazu gab es geschliffene Reime: «All Viertelstund faart jetzt e Baan. Für Aesch, d Provinz, dr helli Waan! Hett d SBB jetzt langsam tscheggt, dass z Aesch no Potenzial drinn schteggt?» Die hiesige Wagenclique Ratzeputzer gab ihrem Ärger über behördliche Vorgaben Ausdruck: «Mir baue e Wage, gross und hoch mit Elan; doch d Behörde händ leider e neue Plan! Früener het me Holz und Schruube gno, hüt muesch zerscht zum BeSiBe-Check go!» Und über «D Pfiff-Tower vo Neu Aesch» liessen sich die «Fluhstroosgorbser» aus: «Was pfifft im Neu Aescher Tal? Es isch nit dr Zug, au kei Signal, nei, es sind Hochhüüser vom HRS, bim Schloofe hesch dr Stress!»

Lieber Ski fahren stattFasnacht machen

Die Aescher Fasnächtler bangen um Nachwuchs, wie es auch am diesjährigen Motto der Fasnacht, «Wo blybe d Eier?», zu entnehmen ist. Am Umzug wurden die Nachwuchssorgen wieder deutlich. Die «Baby-Sitter-Waggis» gaben diesem Umstand mit einem Aushang an ihrem Wagen Ausdruck: «Hützutags isch es ebbe nit so, wies sott sii. Herr und Frau Aescher gönd mit de Chinder lieber uf d Schii!» Und «Die Gsittetä» hatten sich eigens zum Zweck gegründet, dem Nachwuchsschwund entgegenzuwirken. In einem Brief schrieben sie: «Dass es au in Zuekunft no e Aescher Fasnacht git, mache jetzt die Gsittetä mit.» Und: «Dörfsch dii natürlich au organisatorisch für d Fasnacht iisetze und im Comitée go Akzänte setze.»

Die Wagenformation «D Chatzebuggler» wies darauf hin, dass es sich von der AHV allein nicht leben lässt: «Dini AHV-Situazion isch bschisse, obwool de gschafft hesch wie e Tier. Mit so wenig Chlütter chunnsch lieber zu uns und suffsch e Bier.» In bester Stammtischmanier gaben die Fasnächtler ihre Beobachtungen preis: «Die Junge luege zue und die Alte chrampfe wiä e Sau. Willkomme im Zirkus vo der AHV!»

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