Modellschiffe steuern, wo man einst schwimmen gelernt hat

An der Ausstellung des Vereins Modelleisenbahn Sekundarschule Aesch am kommenden Wochenende werden erstmals auch Modellschiffe gezeigt. Kinder können sie vereinzelt auch selber steuern.

Bereit, «in See» zu stechen: Marcel Häring (l.), Präsident des Vereins Modelleisenbahn Sekundarschule Aesch, und Roger Held, Vizepräsident des Modell-Schiffbau-Clubs Basel.  Foto: Tobias Gfeller
Bereit, «in See» zu stechen: Marcel Häring (l.), Präsident des Vereins Modelleisenbahn Sekundarschule Aesch, und Roger Held, Vizepräsident des Modell-Schiffbau-Clubs Basel. Foto: Tobias Gfeller

Wir werden sicher gegen 50 Schiffe mitbringen», verspricht Roger Held, Vizepräsident des Modell-Schiffbau-Clubs Basel. «Frachtschiffe, Feuerwehrschiffe, Schlepper, Hochseeschiffe, Jachten und auch U-Boote, um nur eine Auswahl zu nennen.» Das Fahren in einem Schwimmbecken mit klarer Sicht sei natürlich besonders mit U-Booten reizvoll, weil sie darin auch unter Wasser zu sehen sind, verrät Roger Held. Normalerweise fahren die Clubmitglieder im Weiher im Park im Grünen oder im Schiffsweiher in den Langen Erlen, in denen das Wasser eher trüb ist. Der Winter ist für die Modellschiffbauer in der Regel die Zeit im Jahr, in der in den Werften gebaut und repariert wird. Zu den gegen 50 Schiffen, deren filigrane Technik, Fantasiekonstruktionen oder originalgetreue Modelle beim gemütlichen Ausfahren bewundert werden können, nimmt der Club auch acht spezielle Schiffe für Kinder mit. Stets zur vollen Stunde können diese im Schwimmbecken des Schützenmattschulhauses, in dem die Kinder womöglich schwimmen gelernt haben, selber steuern.


Mehr Digitalisierung auf den Schienen

Modellschiffe und Modelleisenbahnen haben vieles gemeinsam. Es geht um Konstruktionen, Technik, Fantasie und Spass am Fahren. Man kann sich gegenseitig auch mal etwas abschauen. Doch es gebe durchaus auch Unterschiede, betont Marcel Häring, Präsident des Vereins Modelleisenbahn Sekundarschule Aesch (MSA). «Betreffend Funktionen sind Modellschiffe traditionell weiter. Doch wir holen auf.» Dank Servomotoren sind auf Schiffen stets viele Elemente in Bewegung. Häring ist überzeugt, dass es bei den Modelleisenbahnen vor allem in der Gestaltung der Landschaften und der Häuser noch viel Potenzial gibt. Der MSA ist zurzeit daran, Schritt für Schritt mehr Digitalisierung einzuführen. Das Steuern über Tablets und Smartphones sei gerade für Junge attraktiv. Und genau um diese geht es primär im 1990 gegründeten Verein. Jeden Dienstagabend bauen sie unter Anleitung von Marcel Häring und Heinz Mohler an ihren Modulen aus Landschaften, Gebäuden und natürlich Gleisen der Spur H0, aus denen dann die Anlagen für den Fahrbetrieb zusammengestellt werden, und Zugkompositionen. Der Fantasie seien dabei (fast) keine Grenzen gesetzt. «Man muss den Jungen auch Raum fürs Austoben lassen, auch wenn ein Bau in der Realität eigentlich keinen Sinn ergeben würde.»


Schätze des Modellbaus


Am Wochenende an der jährlich stattfindenden Ausstellung des MSA in der Turnhalle des Schützenmattschulhaus gibt es neben der Anlage der Gastgeber und den Schiffen des Modell-Schiffbau-Clubs Fahrbetriebe in verschiedenen Spurgrössen und Ausstellungsstücken viele Schätze des Modellbaus zu sehen. Unter anderem ist Markus Feigenwinter mit seinen Echtdampf betriebenen Kompositionen dabei. Freddy Thommen zeigt historische Lokomotiven und Zugwagen und Damian Meier ferngesteuerte Baumaschinen. Theo Schneider lädt zum Mitfahren auf dem Zügli auf dem Schulhausplatz ein. Für ein emsiges Treiben auf Gleisen, Strassen, Baustellen und im Wasser ist jedenfalls gesorgt.  <link http: www.msa-aesch.ch>www.msa-aesch.ch

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