Finaleinzug verpasst

Sm’Aesch Pfeffingen verliert in Schaffhausen ohne die verletzte Jill Gillen mit 1:3. Nun geht es nur noch um Rang drei.

Abschied: In der Serie um Rang drei steht für Madlaina Matter das letzte Heimspiel im Löhrenacker an. Foto: Edgar Hänggi
Abschied: In der Serie um Rang drei steht für Madlaina Matter das letzte Heimspiel im Löhrenacker an. Foto: Edgar Hänggi

Alles war angerichtet in Schaffhausen für das fünfte und entscheidende Spiel der Halbfinal-Serie zwischen Sm’Aesch Pfeffingen und Kanti Schaffhausen. 950 Zuschauende sorgten für einen stimmungsvollen Rahmen für das Duell, und auch die zahlreich mitgereisten Fans aus dem Baselbiet machten sich dank ihrer pinkfarbenen Outfits nicht nur mit ihrer Lautstärke bemerkbar. Bisher war die Serie äusserst ausgeglichen. Beide Teams konnten je einen Heim- und einen Auswärtssieg aufweisen, und nicht weniger als sechs der 16 Sätze in den ersten Spielen wurden mit der kleinstmöglichen Differenz von zwei Punkten entschieden.

Gillen fällt mit Knie-verletzung lange aus

Die vielleicht vorentscheidende Szene zwischen Kanti und Sm’Aesch, welche die Qualifikation auf den Rängen zwei und drei beendet hatten, spielte sich bereits im vierten Spiel am vergangenen Freitag ab. Die US-Amerikanerin Jill Gillen verletzte sich beim Heimspiel schwer. Am Samstag folgte die bittere Gewissheit: schwere Knieverletzung und monatelange Pause. «Ich hätte mir kein besseres Team für diese Saison wünschen können. Aesch wird immer einen Platz in meinem Herzen haben», schrieb Gillen am Sonntag auf Instagram. Damit dürfte der letzte Auftritt der 1,70 Meter grossen Aussenangreiferin mit aussergewöhnlicher Sprungkraft im Sm’Aesch-Trikot bereits Geschichte sein.

Während bereits am Freitag der Leistungseinbruch der Baselbieterinnen nach der Verletzung Gillens folgte, zeigte sich das Team von Sotiris Gkotsis auch in Schaffhausen ohne seine Leistungsträgerin verunsichert. Bereits nach wenigen Minuten nahm der Grieche nach starken Anspielen der Schaffhauserin Wanda Herzog beim Stand von 0:4 sein erstes Time-out.

Schaffhausen dominiertin den ersten Sätzen

Viel brachte das nicht. Besonders in der Annahme bekundeten die Baselbieterinnen Probleme, gleich mehrfach touchierte der Ball das Hallendach. Derweil zogen die Schaffhauserinnen ihr Spiel mit hohem Tempo durch und gewannen den ersten Satz mit 25:11. Im zweiten Satz dann ein ähnliches Bild: Das Heimteam konnte früh so weit davonziehen, dass Sm’Aesch nicht mehr reagieren konnte.

Danach fand Sm’Aesch zwar besser in die Partie und gewann den dritten Satz. Die Hypothek war zu diesem Zeitpunkt aber schon zu gross. Somit endet der Traum vom Final nach der 1:3-Niederlage zwar später als in der Vorsaison (Viertelfinal). Dennoch bleibt das Gefühl, das Potenzial nicht vollständig ausgeschöpft zu haben. Nach der 2:1-Führung in der Serie lag der Finaleinzug gegen die grösstenteils ebenbürtigen Schaffhauserinnen mehr als nur in Reichweite.

«Schaffhausen war heute das bessere Team. Die Spielerinnen haben bis zum Ende alles versucht. Nun versuchen wir für die ganze pinke Bewegung die Saison mit der Bronzemedaille abzuschliessen», bilanzierte Sm’Aesch-Geschäftsführer Fabio Back kurz nach der Partie. Während Schaffhausen gegen Neuchâtel um den Meistertitel kämpft, spielt Sm’Aesch noch eine Best-of-three-Serie gegen Düdingen um Rang drei.

Im Anschluss steht für das Team die Sommerpause an, die einmal mehr von vielen personellen Veränderungen geprägt sein wird. Vereinsikone Madlaina Matter wird ihre Karriere nach 13 Jah-ren beenden, und auch Präsident und Geldgeber Matthias Preiswerk wird bei Sm’Aesch seine Funktionen abgeben. Mit reduziertem Budget dürfte auch der Finaleinzug in Zukunft schwieriger zu realisieren sein als noch in dieser Saison.

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