Millionenüberschuss dank höheren Steuereinnahmen

Die Jahresrechnung 2021 der Gemeinde Aesch fällt mit einem Überschuss von 5,1 Millionen Franken ausserordentlich positiv aus. Das gibt Sicherheit für die Zukunft.

Ein Dankeschön an den Vorstand des Tagesfamilienvereins: (v.l.) Monika Fanti (Gemeinderätin), Eleni Limberis, Monica Rampa, Christine Thurnheer (Präsidentin), Monika Klose, Brigitte Hänni und Sandra Strasser. Foto: Tobias Gfeller
Ein Dankeschön an den Vorstand des Tagesfamilienvereins: (v.l.) Monika Fanti (Gemeinderätin), Eleni Limberis, Monica Rampa, Christine Thurnheer (Präsidentin), Monika Klose, Brigitte Hänni und Sandra Strasser. Foto: Tobias Gfeller

Anstelle des budgetierten Verlusts von 1,6 Millionen Franken resultierte 2021 bei Gesamtausgaben von fast 50 Millionen Franken ein Überschuss von knapp 5,1 Millionen Franken. Grund für die erhebliche Differenz sei die viel zu tief ausgefallene Prognose des Kantons Baselland für die Steuereinnahmen im Jahr 2020, an der sich auch der Aescher Gemeinderat orientiert habe, erklärte Finanzchef Andreas Spindler (SVP) an der Gemeindeversammlung am Dienstag. Die Steuereinnahmen 2021 aus Vorjahren fielen gleich um 2,6 Millionen Franken höher aus als angenommen. Die 2020 tief angesetzten Steuereinnahmen sorgten im Jahr danach mit gut 4 Millionen Franken auch für einen ungewöhnlich hohen Betrag aus dem Finanzausgleich. Budgetiert waren 1,2 Millionen Franken.

Der Gemeinderat schlug vor, 3 Millionen Franken des Gewinns für die Vor­finanzierung von Schulraumbauten zu verwenden. 1,5 Millionen Franken sollen als Einlage in die finanzpolitische Reserve verwendet werden. Damit war die FDP nicht einverstanden. Patrick Meyer schlug vor, die 3 Millionen Franken für den Schulraum ebenfalls als finanzpolitische Reserve zu verwenden. Damit könnte das Geld flexibler eingesetzt werden. Andreas Spindler entgegnete, dass in den kommenden Jahren dringende Investitionen in den Schulraum in der Höhe eines tiefen zweistelligen Millionenbetrags nötig sein werden. Die Vorfinanzierung werde helfen, die laufende Rechnung zu entlasten. Der Antrag der FDP hatte in der Abstimmung keine Chance.

Neu: Leinenpflicht am Birsufer

Ab sofort gilt entlang des ganzen Aescher Birsufers während der Brut- und Setzzeit zwischen dem 1. April und dem 31. Juli Leinenpflicht für Hunde. Der Gemeinderat änderte diesbezüglich das Reglement. Am Ursprung der Anpassung steht ein Antrag von Patrick Hauser, der die Leinenpflicht aufs Birsufer ausdehnen wollte. Dies obliegt aber nicht in der Kompetenz der Gemeindeversammlung, sondern in der Kompetenz des Gemeinderats, der sich dabei an die Regelungen der anderen Gemeinden von Duggingen bis Birsfelden orientierte. Aesch bildete mit seinem lockeren Regime am Birsufer eine Ausnahme, erklärte Gemeinderat ­Stephan Hohl (FDP). «Wir haben alle Interessen abgewogen und entschieden, dass wir die empfindliche Fauna und Flora schützen möchten.»

Tageselternverein aufgelöst

Die Gemeindeversammlung stimmte ausserdem der Teilrevision des Reglements über familienergänzende Kinderbetreuung einstimmig zu. Grund für die Revision war die Auflösung des Tageselternvereins Aesch. Dieser wurde aufgrund von Mitgliedermangel und zurückgegangener Nachfrage Ende 2021 nach fast 40 Jahren aufgelöst.

Neu heisst es im Reglement, dass Tagesfamilien finanziell unterstützt werden können, falls diese bei einer vom Kanton anerkannten Organisation angeschlossen sind und nicht mehr, wenn sie Mitglied des Vereins sind. Gemeinderätin Monika Fanti (Die Mitte) bedankte sich beim ehemaligen Vorstand des Tageselternvereins um Präsidentin Christine Thurnheer für sein langjähriges Engagement.

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