Bürgergemeinde erweitert ihr Immobilienportfolio

Die Bürgergemeinde Aesch plant gegenüber dem Schloss mit dem Quartierplan «Sternengässli» netto 21 zusätzliche Wohnungen. Die öffentliche Mitwirkung dafür läuft noch bis am 30. Juni.

Neues Quartier: Gleich hinter dem Sitz der Verwaltung der Bürgergemeinde, bei der Bürgerschüre, sind neue Wohngebäude geplant. Foto: Nicolas Blust
Neues Quartier: Gleich hinter dem Sitz der Verwaltung der Bürgergemeinde, bei der Bürgerschüre, sind neue Wohngebäude geplant. Foto: Nicolas Blust

Zwischen der Hauptstrasse und dem Sternengässli, gegenüber dem Schloss, möchte die Bürgergemeinde Aesch drei neue Baukörper mit insgesamt 28 Wohnungen realisieren. Zwei über 100 beziehungsweise 70 Jahre alte Gebäude mit insgesamt sieben Wohnungen werden abgebrochen. Netto entstehen so mit dem Quartierplan «Sternengässli» 21 zusätzliche Wohnungen. Für den Quartierplan läuft noch bis am 30. Juni die öffentliche Mitwirkung.

Der Quartierplan umfasst die Parzellen 833, 834 und 835 mit einer Fläche von insgesamt gut 4300 Quadratmetern. Alle drei Parzellen befinden sich im Eigentum der Bürgergemeinde. Die Gebäudezeile mit der Bürgerschüre und den beiden Mehrfamilienhäusern bleibt bestehen. Die Bürgergemeinde nutzt die Bürgerschüre als Verwaltungsgebäude.

Thomas Häring, im Bürgerrat zuständig für das Ressort Gebäude, unterstreicht die Attraktivität der Lage der geplanten Überbauung. «Es handelt sich um ein ruhiges Areal in unmittelbarer Gehdistanz zum Bahnhof, zum Tram und zum Einkaufen im Dorf.» Der Quartierplan soll im vereinfachten Verfahren nach den Vorgaben der neuen kommunalen Zonenplanung umgesetzt werden. Ein Quartierplan ist gemäss Häring nötig, da die Neubauten im Hofbereich mit Flachdächern und an der Hauptstrasse mit einem Steildach vorgesehen sind. Das Nutzungsmass bleibt gegenüber dem neuen Zonenreglement unverändert und wird demnach nicht erhöht. Die Fassade der Baukörper ist aus Holz geplant.

Baustart frühestens 2028

Vorgesehen sind unterschiedlich grosse Wohnungen. In die 4½-Zimmer-Wohnungen könnten auch Familien mit Kindern einziehen. Bürgerrat Häring sieht darin keinen Widerspruch zur bestehenden Schulraumknappheit in Aesch. «Die neuen Wohnungen werden nicht so viele Kinder anziehen, dass es zu einem Problem wird. Auch ist der Baustart frühestens für 2028 vorgesehen. Läuft alles nach Plan, wären die Wohnungen 2030 fertiggestellt.» Häring spricht hinsichtlich der Mietzinse von einem «mittleren Preissegment». Es seien keine Luxuswohnungen, die Wohnungen seien aber auch nicht ganz günstig.

Der Quartierplan «Sternengässli» ist das finanziell grösste Investitionsvorhaben der Bürgergemeinde Aesch in den letzten Jahren. Die Überbauungen haben eine lange Vorlaufzeit. «Ich bin nun seit zehn Jahren im Bürgerrat. Bereits damals gab es Überlegungen, das Hofareal baulich neu zu denken.» Seitdem wurde das Projekt mehrfach optimiert, erklärt Häring. Der Bürgerrat spricht von einem «grossen Schritt», wenn der Quartierplan «Sternengässli» realisiert werden würde.

Vereinfachtes Quartierplan-verfahren

Die Überbauung würde Teil des umfassenden Immobilienportfolios der Bürgergemeinde Aesch. Rund 150 Wohnungen, Praxen und Büros gehören dazu. Seit eineinhalb Jahren beschäftigt die Bürgergemeinde einen eigenen Liegenschaftsverwalter.

Gemäss aktuellem Zeitplan soll die Bürgergemeindeversammlung noch in diesem Jahr über den für das Projekt notwendigen Baukredit befinden. Über die Höhe wolle der Bürgerrat erst im Hinblick auf die Versammlung informieren, sagt Häring. Da es sich um ein vereinfachtes Quartierplanverfahren handelt, braucht es dafür von der Einwohnergemeinde her nur die Zustimmung des Gemeinderats. Die Zustimmung durch die Gemeindeversammlung ist nicht nötig.

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