Kein Strukturwechsel bei der Primarschule Pfeffingen

Pfeffingen hält an sei- nem Schulratsmodell fest. Damit bleibt die letzte Entscheidungsinstanz bei der Schulleitung.

Zehn Primarklassen und zwei Kindergärten umfasst die Primarstufe Pfeffingen. Seit Jahren wird die offene Dorfschule im Schulratsmodell geführt. Das heisst, die zweiköpfige Schulleitung berät sich jeweils mit dem Schulrat, der aus vier vom Volk gewählten Mitgliedern und einem Gemeinderatsmitglied besteht. Der Schulrat hat die Aufsicht sowohl über die Schulleitung als auch über das Schulprogramm und unbefristete Anstellungsverhältnisse. Nach der vom Regierungsrat am 7. März genehmigten Änderung im Bildungsgesetz wurde die Gemeinde dazu angehalten, ihre Führungsstruktur zu überdenken.

Die Anwesenden an der Gemeinde­versammlung konnten zwischen drei Modellen wählen: dem bestehenden Modell, dem Gemeinderatsmodell und dem Kommissionsmodell. Die drei Modelle unterscheiden sich in erster Linie durch die strategische Führung – die operative liegt bei allen bei der Schulleitung. Bei der zweiten Möglichkeit hätte die strategische Führung beim Gemeinderat gelegen, bei letzterer wäre dieser von einer Schulkommission unterstützt worden.

Mit einem grossen Mehr wurde an der Beibehaltung des Schulratsmodells als Führungsstruktur für die Primarschule Pfeffingen zugestimmt. Der Pfeffinger Gemeinderat stand geschlossen hinter dem Entscheid: Man halte das bestehende Modell für das beste. Dabei stütze man sich auf benachbarte Gemeinden wie Oberwil und Aesch, die ebenfalls am Schulratsmodell festhalten.

Schulleitung entscheidetweiterhin über Anstellungen

Auch alt FDP-Landrat Paul Schär befürwortete die Trennung von operativen und strategischen Entscheiden, hakte jedoch nach: «Wer entscheidet denn nun in Zukunft, wer unsere Kinder unterrichtet?»

Die letzte Entscheidungsinstanz bei dieser Frage ist nach wie vor die Schul­leitung. «Man wird sich jedoch wie bis anhin engmaschig austauschen», sagt Schulratspräsidentin Aline Stalder. «Unsere Lehrerwahl spiegelt sich schlussendlich in der Wahrnehmung der Gemeinde wider.» Auch die Leitung der Pfeffinger Primarschule zeigte sich mit der Zu­stimmung zum bestehenden Modell zufrieden: «Wir sind ein gutes Team», sagte Co-Schulleiterin Maria Franziska Eckstein.

«Ihr kommt uns vorwie eine Blackbox»

Nebst der erfreulichen Jahresbilanz, bei der man sich in einem Selbstfinanzierungsgrad von 100 Prozent bewegt, gab die Informationspolitik des Gemeinderats zu reden. «Ihr kommt uns vor wie eine Blackbox», meinte ein Anwesender, der sich laufende Informationen aus den Reihen des Gemeinderats wünschte. Weiter vertieft wurde dieser Vorwurf allerdings nicht. Der Gemeinderat meinte lediglich: «Wir haben dies auf der Agenda.»

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