Gemeinsam kochen macht viel mehr Freude

Elf Männer im Pensionsalter haben sich zum Kochclub «D Gniesser» zusammengeschlossen und kochen sechsmal im Jahr ein feines Menü.

Mit Freude am Werk: «D Gniesser» mit Präsident Albert Kappeler (l.) sind bereit, sich ein feines Menü zu kochen.
Mit Freude am Werk: «D Gniesser» mit Präsident Albert Kappeler (l.) sind bereit, sich ein feines Menü zu kochen.

Isabelle Hitz

Pfeffer-Brie-Bonbons zum Apéro, Jakobsnüsse auf Choucroute au Vin blanc als Vorspeise, gefolgt von Fischfilets mit Pak Choi und Reis, und zum Dessert Oranges au Kirsch: Das kochten die elf Hobbyköche letzten Donnerstag in der Schulküche des Neumattschulhauses in Aesch an ihrem fünften gemeinsamen Kochnachmittag. Neugierig und mit viel Freude waren sie dabei am Werk, es wurde diskutiert und gelacht, und genau so soll es auch sein: «Der Sinn unseres Cubs ist: Zusammenkommen, Spass haben und etwas ausprobieren», fasst Präsident Albert Kappeler die Idee der «Gniesser» zusammen. Die Mitgliederzahl des neuen Kochclubs ist auf zwölf Personen beschränkt, ein Platz ist also noch frei.

Aus Kochneulingen werden Hobbyköche
Entstanden ist der Kochclub aus den in den letzten Jahren vom Seniorenrat Aesch-Pfeffingen durchgeführten Kochkurse, bei denen sich Männer im Pensionsalter in eine bis anhin ihren Frauen vorbehaltenen Domäne vorgetastet haben. Da die Anfängerkurse damals so grossen Anklang fanden, bot der Seniorenrat bald auch Fortgeschrittenenkurse an. Die Begeisterung für die Kurse brachte Kursleiterin Luzia Kappeler auf die Idee des Kochclubs.

Ehemann Albert Kappeler war schnell begeistert und nahm die Organisation an die Hand, hat er doch bereits Kochclub-Erfahrung aus Hongkong und steht gerne am Herd. Von März bis Oktober treffen sich «D Gniesser» nun sechsmal an einem Nachmittag von 14 bis 18 zum gemütlichen Kochen. Das Menü bestimmen jeweils zwei Mitglieder, die dann auch den Einkauf erledigen und für die anderen Teilnehmer eine kleine Dokumentation mit den Rezepten verschicken. Für die Zukunft kann sich Albert Kappeler durchaus vorstellen, auch einmal einen Gastkoch einzuladen oder zu einem bestimmten Thema zu kochen.

Ausser Albert Kappeler und Toni Bärlocher, Präsident des Seniorenrats, haben alle Mitglieder einen Kochkurs des Seniorenrats besucht, Bedingung für eine Mitgliedschaft ist das allerdings nicht. Hauptmotivation, um bei den Aescher «Gniesser» dabeizusein, ist neben der Freude am Kochen bei allen, im neuen Lebensabschnitt nicht mehr von den Kochkünsten ihrer Ehefrauen abhängig zu sein. «Als der Anfängerkurs ausgeschrieben war, stand ich kurz vor der Pensionierung, während meine Frau noch berufstätig war. Der Kurs sprach mich an, denn ich wollte noch etwas mehr als Annas Best zubereiten können», fasst Martin Brodbeck zusammen.

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