Ein Heimatabend für die Lachmuskeln

Die ersten zwei Ausgaben des Heimat- und Theaterabends des Trachtenvereins Aesch sorgten mit dem Stück «Sag niemals nie» für gute Stimmung. Die Veranstaltung findet am kommenden Wochenende noch dreimal statt.

Zoff: Zwischen Aesch und Reinach läuft im Stück «Sag niemals nie» nicht alles rund. Foto: zvg / Martin Studer
Zoff: Zwischen Aesch und Reinach läuft im Stück «Sag niemals nie» nicht alles rund. Foto: zvg / Martin Studer

Heimat hat für viele Menschen etwas Beständiges, Verlässliches, doch manchmal gerät selbst sie ausser Rand und Band. So geschehen im Theaterstück «Sag niemals nie», welches am vergangenen Wochenende zweimal anlässlich des Heimat- und Theaterabends – dem vom Trachtenverein Aesch organisierten Traditionsanlass – zu sehen war: Die Gemeinden Aesch und Reinach liegen wegen eines Sees im Streit, ein Pfarrer steckt in Nöten, ein neuer James Bond wird gesucht und eine unglückliche Liebesgeschichte erzählt: 330 Menschen waren ins katholische Pfarrheim zu Aesch gepilgert, als die Komödie in drei Akten zu sehen war.

Im originalen Schwank aus der Feder des Theaterautors Achim Pöschl lagen sich freilich nicht Aesch und Reinach, sondern Obermumpf und Untermumpf in den Haaren. «Ich wollte daraus aber eine Geschichte machen, die hier in der Region spielt», sagt die Regisseurin Rosmarie Studer. Das in die hiesigen Gefilde gezauberte Stück bietet Lokalkolorit, Spannung und Gelegenheit, die Lachmuskulatur zu betätigen. «Ich gehe schon viele Jahre an die Aufführungen des Trachtenvereins. Diese war seit Jahren die beste», sagte ein Zuschauer am Ende der Veranstaltung. Viel Abwechslung und Spannung bis zur letzten Sekunde – so der Tenor der Zuschauerinnen und Zuschauer, die das Stück «Sag niemals nie» bereits gesehen haben. Am kommenden Wochenende gibt es noch dreimal die Gelegenheit, Verpasstes nachzuholen – besonders an der Vorstellung vom Sonntagnachmittag sind noch Plätze frei.

Pflege des Brauchtums

Hinter dem traditionellen Anlass stehen der Trachtenverein als Ganzes, konkret aber dessen Aktivitätengruppen Dorfbühni und der Trachtenchor, der den seit den 1990er-Jahren bestehenden Heimat- und Theaterabend jeweils mit entsprechend heimatlichen Liedern beschwingt.

«Ziel und Zweck unseres Vereins ist die Förderung und Pflege des Brauchtums, der traditionellen Werte unserer Bevölkerung sowie der Geselligkeit und Kameradschaft», sagt Martin Studer, Präsident des Trachtenvereins. Gegründet wurde dieser im Juni 1978 unter dem Namen Volkstümliche Vereinigung, die etwa über Jahre ein Buurezmorge für die Aescher Bevölkerung organisierte. «Dieser Brauch musste wegen mangelnder Nachfrage aufgegeben werden», erzählt Studer. Im Laufe der Zeit wurde der Bereich Trachtenchor gegründet. Studer dazu: «Anfänglich war es ein gemischter Chor. Die Männerstimmen fielen aber nach und nach aus. So entstand der heutige Damenchor.» Später fanden sich theaterwillige Mitglieder im Verein, die den Bereich Dorfbühni bildeten. Hinzu kam 2001 eine Apérogruppe, die noch heute in der traditionellen Tracht nach Gemeindeversammlungen den Apéro serviert. Der Heimat- und Theaterabend ist nicht einfach Theater, sondern vermittelt ein bestimmtes Gefühl, wie es sich vielleicht am ehesten unter dem Stichwort Lokalkolorit ansiedeln lässt – dies spiegelt sich im traditionellen gastronomischen Angebot sowie natürlich im Gesang des Chors wider. Während es am Freitagabend einfach Theater gibt, lockt am Samstag auch ein feines Menü und auch am Sonntag gibt es ein gastronomisches Angebot.

Heimat- und Theaterabend 2026: «Sag niemals nie»; Fr, 23. Januar, 19.30 Uhr (nur Theater); Sa, 24. Januar, 19.30; So, 25. Januar, 14 Uhr. Weitere Infos und Tickets: trachtenvereinaesch.ch

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