Repair Kaffi: reparieren statt wegwerfen
In Kooperation mit der Stiftung Konsumentenschutz und dem Robiverein organisiert der Verein Attraktives Aesch am Samstag, 14. März, ein Repair Café. Rund zwanzig Freiwillige bieten dort als Fachpersonen ihre Unterstützung bei der Reparatur diverser Gegenstände an.

Der Verein Attraktives Aesch, zuständig für die Organisation des Aescher Weihnachtsmarkts, des Flohmis, des Früschmärts und des Samain-Fests, erweitert sein Veranstaltungsangebot: Ab dem 14. März soll neu auch das Repair Kaffi dazugehören. Das Projekt geht auf eine Initiative der Stiftung Konsumentenschutz Schweiz zurück, in deren Rahmen schweizweit bereits über 300 Repair Cafés existieren, wie Harald Römpp vom Vorstand des Vereins Attraktives Aesch erklärt. Die Stiftung stelle dabei unter anderem Dokumente und die Haftpflichtversicherung zur Verfügung. Römpp erklärt weiter, die Idee dazu sei schon vor rund zwei Jahren entstanden – angestossen durch Vereinsmitglied Eugenio Maira, ein pensionierter Elektrotechniker. Aufgrund interner Umstrukturierungen und einer Neuausrichtung einzelner Vereinsangebote komme es allerdings erst jetzt zur Umsetzung.
Hilfe zur Selbsthilfe
Durchgeführt wird die Veranstaltung im Vereinshaus des Robivereins Aesch. Dieser stellt nebst der Räumlichkeit auch die Verpflegung zur Verfügung. Vor Ort können von defekten Spielzeugen über Haushaltsgeräte bis hin zu Fahrrädern verschiedene Dinge zur Reparatur mitgebracht werden.
Unter den rund zwanzig Fachpersonen befinden sich Mechaniker, Elektriker, Schreiner und eine Näherin, die bei kleineren Reparaturarbeiten an Kleidungsstücken und Textilien unterstützt.
Eine Anmeldung brauche es nicht, erklärt Römpp: «Man meldet sich direkt vor Ort beim Check‑in mit seinem Gegenstand an. Dort beurteilen wir, welche Fachperson wohl am besten helfen kann. Sollte diese gerade beschäftigt sein, kann man sich mit Crêpes, Kuchen und Kaffee eindecken, die der Robiverein offeriert, ehe es an die Reparatur geht.» Der Grundgedanke hinter dem Repair Café fokussiere sich stark auf den Ansatz der «Hilfe zur Selbsthilfe», fügt Römpp an. Die Fachpersonen vor Ort erklären die Problematik und demonstrieren, wie Defekte künftig selbst behoben werden können. Am Schluss werden alle Geräte bei einem Check‑out nochmals durch Expertinnen und Experten kontrolliert, sodass insbesondere bei Elektrogeräten die nötige Sicherheit gewährleistet ist.
Ein Projekt im Sinne der Nachhaltigkeit
«Wir möchten als Verein das Engagement in der Bevölkerung fördern», gibt Römpp zu bedenken. Das sei bei allen Veranstaltungen, die der Verein Attraktives Aesch durchführt, im Kern der Ansatz. Der Verein würde daher auch besonders schätzen, wenn sich aus der Bevölkerung Freiwillige meldeten, die beispielsweise bei der Organisation der Märkte mitwirken möchten.
Beim Repair Café komme jedoch auch noch der Nachhaltigkeitsaspekt hinzu: «Was repariert wird, wird nicht weggeworfen. Damit steht das Projekt auch ganz im Geiste der Vision ‹Aesch 2040› », erklärt Römpp. Die Vision beinhaltet acht Schwerpunkte, wovon einer den sorgfältigen Umfang mit den natürlichen Ressourcen sowie ein nachhaltiges Energiemanagement vorsieht. Die Gemeinde unterstütze daher das Projekt ideell, finanziell hofft der Verein, die Auslagen mit den Spendeneinnahmen zu decken. Das Repair Café am kommenden Samstag, 14. März, ist das erste von insgesamt vier Repair Cafés, die in diesem Jahr vorgesehen sind. Weitere Repair Cafés veranstaltet der Verein am 9. Mai im Rahmen des Früschmärts, am 20. Juni erneut auf dem Robispielplatz und am 17. Oktober ein weiteres Mal im Rahmen des Früschmärts.
Weitere Informationen gibt’s online auf repair-cafe.ch, Standort Aesch sowie auf der Website des Vereins Attraktives Aesch.


