Ein Einstieg auf hohem Niveau

Basler Schnitzelbänke an der Fasnacht von Pfeffingen: Die Organisatoren des neu kreierten Pfäffigerli überraschten ihre Gäste mit Köstlichkeiten für alle Sinne.

Guiseppe, Schnitzelbangg-Sänger aus Pfeffingen: Er stimmte in den Abend ein, weitere Highlights folgten.  Fotos: Bea Asper
Guiseppe, Schnitzelbangg-Sänger aus Pfeffingen: Er stimmte in den Abend ein, weitere Highlights folgten. Fotos: Bea Asper

Bea Asper

Es war ein Gedankenblitz in einer lauen Sommernacht. «Ich erwachte und wusste, das ist es», erinnert sich Carola Kaiser. Was sie und Ehemann Dänni Kaiser in Zusammenarbeit mit der Gruppierung «Pfeffingen lebt» aus dem Einfall machten, stiess letzte Woche im ausverkauften Saal auf helle Begeisterung. Die Erwartungen waren hoch gewesen. Kurz nach der Ankündigung im Dorf, dass es am Schmutzigen Donnerstag in Pfeffingen eine Fasnachtspremiere mit Vier-Gang-Menü geben werde, waren die Plätze in der Scheune fast ausverkauft.

Dabei hatte Dänni Kaiser seine Zugpferde noch gar nicht beim Namen genannt. So standen nicht nur der Auftritt der heimischen Guggenmusik d Pflume Pfupfer auf dem Programm, sondern die besten Schnitzelbank-Sänger von Pfeffingen, Aesch und Duggingen und eben – was niemand wusste – auch die national bekannten Basler Dräggspatze und die vier Vertreter vom Bangg-Ghaimnis. Die Rivalitäten und Verbindungen von Pfeffingen und Aesch waren gern gesehene Fasnachtssujets. So mitten im Wahl- und Abstimmungskampf bekamen natürlich auch die Politiker ihr Fett weg.

D Chetteschlüch sangen: «S Marianne seit zum Baschi Dürr / Loos, Baschi, ich bruuch di drfür / Weisch, s Altersheim, das muess ich loobe / Lost d Wösch jetzt wäsche bi de Schwoobe / Damit dr Abtransport nit z fescht tuet staue / Lo ich d Schwoobe grad no dr Durchstich baue.»

D Schnupfnase aus Aesch räumte ein, dass die Pfeffinger mit dem Schnitzelbank-Abend den Nachbarn nun voraus seien und unterhielt das Publikum ebenso wunderbar: «Z Aesch froogt mii dr Laiter von ere Wandergruppe: / Wo muess iich uff Pfäffige mit minere Truppe? / Ii verzell em, jo dää isch no schwer am Schnuufe, / Laufsch bi dr Chirche äifach sälle Fäldwääg uufe. / Apropos: Hätte d Pfäffiger dr Doorflade unterstützt, / wäär jo die Strooss au nit so abgnützt. / Daas goot alli aa, daas isch jo klaro. / Wieso raimt sich jetzt daas uff Pegoraro?

Doch auch die einfallsreichen Wortspielereien zu nationalen und internationalen Themen sorgten für herzhafte Lacher. Vom Spätzli hörte man:

Uf däre Welt wird numme no betrogä und bestochä / Und dä Funktionäre in A … inekrochä / Dr Blatter betürt sini wiissi Weste, me hets fascht dänggt / Diä vo dr FIFA bchömme alli ä VW gschänggt / Vo VW weiss me das es gsi isch ä grosse Bschiss / s einzig Wiisse bim Blatter isch sii Gebiss.

Fortsetzung im nächsten Jahr versprochen

Dazwischen verwöhnten die Organisatoren vom Pfäffigerli mithilfe der Wirtefamilie vom gegenüberliegenden Restaurant ihre Gäste auch kulinarisch – mit einer Köstlichkeit nach der anderen. Was bleibt, sind jedoch nicht nur schönste Erinnerungen, sondern die Vorfreude auf eine Fortsetzung. Dabei kündigte Dänni Kaiser für die Ausgabe im nächsten Jahr sogar noch Erweiterungen im Rahmenprogramm an.

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