BWT baut aus und sichert den Standort langfristig

Das Unternehmen für Spezialchemie und Wasseraufbereitungssysteme investiert am Standort Aesch 28 Millionen Franken. Am Montag wurde dafür der Spatenstich vollzogen.

Spatenstich: Dominic Brunner (Leiter Raumentwicklung Gemeinde Aesch), Robert Sum (stv. Leiter Standortförderung BL), Andreas Spindler (Gemeinderat), Monika Fanti (Gemeinderätin) und Patrik Jermann (Geschäftsführer BWT). Foto: Tobias Gfeller
Spatenstich: Dominic Brunner (Leiter Raumentwicklung Gemeinde Aesch), Robert Sum (stv. Leiter Standortförderung BL), Andreas Spindler (Gemeinderat), Monika Fanti (Gemeinderätin) und Patrik Jermann (Geschäftsführer BWT). Foto: Tobias Gfeller

Fast jede und jeder durfte einmal mit der Schaufel vor dem Bagger posieren. Der Spatenstich an der St. Jakobstrasse pa­rallel zur Hauptstrasse für den Neu- und Erweiterungsbau wurde zum grossen Fest. Schaut man auf das Plakat mit der Visualisierung, ist die Freude verständlich. Mit der Erneuerung und Erweiterung vollzieht BWT einen grossen Schritt im Birseck.

Das global tätige Unternehmen BWT mit Hauptsitz in Österreich stellt unter anderem Spezialchemie und Wasseraufbereitungssysteme her. Nun erweitert die BWT Aqua AG als Bestandteil der ganzen BWT-Gruppe ihren Hauptsitz in Aesch für 28 Millionen Franken. Rund die Hälfte der insgesamt 400 Angestellten in der Schweiz arbeiten zurzeit in Aesch.

Die Investition sei keinesfalls selbstverständlich, bekräftig Patrik Jermann, Geschäftsleiter der BWT Aqua AG. «In anderen Ländern käme BWT die Produktion aufgrund der Schweizer Lohnkosten günstiger. Aber wir arbeiten hier sehr effizient und in hoher Qualität.» Der Standort Aesch laufe sehr gut, was die Vergrösserung nötig und möglich machte. Alleine in diesem Jahr sollen 25 weitere Personen eingestellt werden. Mit der Vergrösserung des Standorts erhalten die Bereiche Anlagebau, Logistik, Septron-Produktion und das Aqua-Trinkcenter mehr Platz. Diese Wünsche und Forderungen aus den Abteilungen gebe es schon länger, erinnerte Jermann. Budgetiert ist eine Bauzeit von rund zwei Jahren.

Innovative Arbeitsplätze sorgen für Standortsicherheit

Ein wichtiger Abnehmer der Wasseraufbereitungssysteme aus Aesch ist die eu­ropäische Pharmaindustrie. Unter an­derem werden die Systeme für die Produktion von Impfstoffen gebraucht. Die Investition über 28 Millionen Franken dürfe als wichtiger Schritt für die Sicherung des Standorts Aesch angesehen werden, frohlockt Patrik Jermann. Das sieht auch der für die Finanzen zuständige Aescher Gemeinderat An­dreas Spindler (SVP) so. «Wir schätzen BWT als sehr innovatives Unternehmen, das auch innovative Arbeitsplätze anbietet.» Zukunftsgerichtete Arbeitsplätze, die mit den Investitionen in Aesch gesichert werden, garantieren eine langfristige Standortsicherheit, hofft Spindler.

In seiner Ansprache betonte der Gemeinderat, dass BWT Aesch in die Welt hinaustrage. Das geschehe nicht nur mit den Produkten, sondern auch mit dem gross angelegten Sportsponsoring, das regional bei Sm’Aesch Pfeffingen anfängt und global in der Formel 1 endet. Lob und Dankbarkeit liess auch der Baselbieter Regierungsrat via Robert Sum von der Standortförderung Baselland ausrichten. Der Geschäftserfolg mache die Erwei­terung nötig, betonte Sum und stellte klar, dass sauberes Wasser nicht überall selbstverständlich sei und deshalb die Produkte der BWT sehr wichtig seien.

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