Anstich beim Durchstich

Am 20. November beginnen die Bauarbeiten für den neuen Autobahnzubringer Aesch-Nord. Das Tiefbauamt Basel-Landschaft und die Gemeinde Aesch haben letzte Woche in der Mehrzweckhalle Löhrenacker über das Projekt informiert.

Millionenprojekt: Der Zubringer quert Hauptstrasse und Tramgleise unterirdisch. Foto: ZVG/Jauslin Stebler, Montage Wochenblatt
Millionenprojekt: Der Zubringer quert Hauptstrasse und Tramgleise unterirdisch. Foto: ZVG/Jauslin Stebler, Montage Wochenblatt

Wo sich während der Stosszeiten schon seit Jahren der Verkehr staut, soll ab Ende 2020 der seit langem geplante und von vielen ersehnte Autobahnzubringer Pfeffingerring Erleichterung bringen. Die neue, auch «Durchstich» genannte Verbindung wird die Hauptstrasse und die Tramspur unterirdisch queren und den Kreisel Butthollen bei der Landi in einem grossen Bogen mit der Autobahn verbinden. Gemeinderätin Sabrina Häring, die Gemeindepräsidentin Marianne Hollinger wegen deren angeschlagener Stimme unterstützte, betonte an der Anwohnerinformation vom Mittwoch vergangener Woche die Wichtigkeit des Projekts für das Ballungsgebiet Aesch-Reinach-Dornach und das aufstrebende Gewerbegebiet Aesch Nord.

Wie Kantonsingenieur Drangu Sehu am Mittwochabend erklärte, soll mit dem Zubringer Pfeffingerring der Verkehrsfluss verbessert und das Gewerbegebiet direkt an die A18 angebunden werden. Dadurch wird das Verkehrsaufkommen um die Kreuzung Arlesheimerstrasse/Hauptstrasse reduziert und die Wohngebiete in diesem Bereich entlastet. Der Durchstich ist seit den 1970er-Jahren Bestandteil der kantonalen Strassenplanung, betonte die ebenfalls anwesende Regierungspräsidentin Sabine Pegoraro. Das Projekt wurde öffentlich aufgelegt und im März 2016 rechtskräftig. Durch die Beschwerde eines unterlegenen Anbieters gegen die Vergabe der Baumeisterarbeiten verzögerte sich der Baubeginn um rund ein Jahr, doch nun steht der Realisierung des 22,4-Millionen-Projekts jedoch nichts mehr im Weg.

Während der dreijährigen Bauphase habe die Sicherheit oberstes Gebot, betonte Andreas Netz, Projektleiter von Jauslin Stebler AG. Um den Verkehr so wenig wie möglich zu behindern, würden während der Bauarbeiten gleich viele Fahrspuren zur Verfügung stehen wie heute. Der täglich von rund 40 Verkehrsteilnehmern genutzte Linksabbieger von Reinach auf die A18 wird jedoch ab April 2018 vorübergehend aufgehoben. Für den Einbau der 41 Meter langen, 15 Meter breiten und 1100 Tonnen schweren Betonplatte unter die Hauptstrasse muss der Tramverkehr für zwei Wochen unterbrochen werden, sodass während der Herbstferien 2018 Ersatzbusse verkehren. Die Fuss- und Radwege werden während der gesamten Bauzeit erhalten bleiben.


Monatliche Sprechstunde

Die Anwohner werden laufend mit Flyern über die Bauarbeiten informiert, zusätzlich richtet das Tiefbauamt eine monatliche Sprechstunde auf der Baustelle ein. Boris Kunze, Projektleiter des Tiefbauamts, steht für Fragen zur Verfügung (061 552 40 97). Einmal pro Jahr erhalten Interessierte während des Tags der offenen Baustelle Einblick in die Bauarbeiten. Am 11. Dezember wird der offizielle Spatenstich in Anwesenheit von Sabine Pegoraro, Drangu Sehu und Marianne Hollinger durchgeführt.

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