30 Jahre Reitplatz Löhrenacker

Am Wochenende feiern die Reiterkameraden Aesch das 30-jährige Bestehen des Reitplatzes in der Sportzone im Löhren-acker. Neben dem traditionellen Aescher Derby findet auch das 3. Aescher Frauentragen statt.

Präsentieren sich stolz vor dem schönen Reitplatz: Charles Wüest, Präsident der ersten Stunde, und die heutige Präsidentin Gaby Wenger.  Foto: Thomas Brunnschweiler
Präsentieren sich stolz vor dem schönen Reitplatz: Charles Wüest, Präsident der ersten Stunde, und die heutige Präsidentin Gaby Wenger. Foto: Thomas Brunnschweiler

Der Verein der «Reiterkameraden Aesch» wurde nach der Bundesfeier 1945 von den nicht mehr aktiven Dragonern der Baselbieter Schwadron 28 bei der Burg Pfeffingen gegründet. Heute zählt der Verein rund 180 Mitglieder aus Aesch und der näheren Umgebung. Bis vor 50 Jahren war die Springkonkurrenz der Reiterkameraden im alten «Häslirain» ein wichtiger Anlass im Dorfleben. Als der alte Standort nicht mehr zur Verfügung stand, begann eine lange Odyssee. Fast jährlich musste man an einen neuen Standort ziehen. An geregeltes Training war nicht zu denken, das Hindernismaterial musste stets wieder an einem anderen Ort zwischengelagert werden. Erst vor etwas mehr als 30 Jahren zeichnete sich eine definitive Lösung ab. Eine dem Verein zur Verfügung gestellte Parzelle befand sich aber in der Landwirtschaftszone.


Vorausblickende Gemeinde


Da die Gemeinde in weiser Voraussicht die Sportzone im Löhrenacker gross genug geplant hatte, einigte sich der Verein nach Gesprächen mit Behörden und einer Gemeindeversammlung auf einen Landabtausch. So entstand der heutige Reitplatz innerhalb der Sportzone. Nach der «Plünderung» der Vereinskasse und unzähligen Stunden Fronarbeit wurde aus dem flachen Wiesenstück einer der schönsten Springgärten in der ganzen Region. Eine ehemalige Kantine wurde vom Bahnhof durch das Dorf bis zum Löhrenacker transportiert und wurde zum Vereinshaus. 2011 sanierte man den Sand-Trainingsplatz, der 2015 eine Beleuchtung erhielt. In diesem Jahr wurde der Sandplatz wieder aufgefrischt und nun präsentiert sich der Reitplatz in nie gesehener Pracht. Viele Reiterinnen und Reiter benützen den Springgarten an pferdesportlichen Anlässen. Rund zwei Drittel der Benützer sind Frauen. Besonderen Wert legt der Verein auf die Juniorenförderung. Gefördert werden die Grundausbildung in Springen, Dressur, Gymkhana und Concours Complet. Es bestehen auch weitere Kursange-
bote.


Beliebter Anlass

Der jährliche Concours Aesch wird durchschnittlich von rund 300 Reiterinnen und Reitern besucht, die sich in neun Prüfungen messen. «Jeder, der ein Pferd hat, muss ihm eine Grundausbildung bieten», sagt Charles Wüest, der Präsident, der 1987 den Verein leitete, «wir träumen schon lange von einer Reithalle und die Vereinsversammlung hat bereits Verhandlungen mit der Gemeinde in dieser Richtung beschlossen». Heute steht Gaby Wenger dem Verein als Präsidentin vor. Das Organisationskomitee freut sich nicht nur auf die Festivitäten, bei denen auch die Schloss-Buam aufspielen werden, sondern natürlich auf den Concours Aesch selbst und auf das dritte legendäre Frauentragen, einen Plauschwettbewerb, bei dem es viel zu lachen gibt. Das Ponyreiten für die Kleinen, jeweils ab 14 Uhr, und am Sonntagmittag das Dressur-Pas-de Deux runden den Anlass ab. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung für das Frauentragen finden sich auf <link http: www.rk-aesch.ch>www.rk-aesch.ch.

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