Urs David mit Glanzresultat neu im Gemeinderat

Auf Anhieb 1591 Stimmen und damit das drittbeste Resultat: Urs David (Die Mitte) wird ab dem 1. Juli neuer Gemeinderat in Aesch. «Ich konnte viele Stimmen über meine Partei hinaus holen», analysierte David kurz nach Bekanntwerden der Resultate am Sonntagnachmittag. Dass er gleich so weit vorne landen würde, damit habe er nicht gerechnet. Er sei mit seiner Partei im Wahlkampf sehr präsent gewesen, berichtet Urs David. Das habe sich ausgezahlt.

Schon vor seiner Kandidatur war Urs David in Aesch bekannt. Durch seine ­Aktivitäten bei der Zunft zu Wein- und Herbergsleuten, beim FC Aesch und als Präsident der Kirchenpflege der Evan­gelisch-reformierten Kirchgemeinde Aesch-Pfeffingen verfügt er über ein breites Netzwerk. Viele Aescherinnen und Aescher kennen ihn auch als Päch-ter des Gartenbad-Restaurants. «Die ­Bekanntheit ist die Grundlage», betont Urs David. Als langjähriges Mitglied der Rechnungsprüfungskommission konnte sich der Mitte-Kandidat auch in der Politik einen Namen machen.

Fehlte es Ritschard an Bekanntheit?

Mit der Wahl von Urs David ist Die Mitte wieder doppelt im Aescher Gemeinderat vertreten. Nach Jahren der Dominanz mit drei Vertretungen in der Exekutive müssen die Freisinnigen kleinere Brötchen backen. Lukas Ritschard konnte den Sitz des abtretenden Stephan Preiswerk nicht verteidigen. Mit seinen 1274 Stimmen landete Ritschard knapp hinter den Gewählten auf Position acht. «Es ist ein schönes Resultat. Leider hat es trotzdem nicht gereicht», resümierte Ritschard. Es habe ihm womöglich etwas an Bekanntheit ­gefehlt. Er wolle aber weiterhin aktiv bleiben für Aesch. In welcher Form und ob er sich eine weitere Kandidatur für den Gemeinderat vorstellen kann, liess Ritschard offen. Aktuell ist er Mitglied der Finanzplanungskommission in Aesch. Über­raschend bescheiden schnitt SVP-Gemeinderat Andreas Spindler ab, der auf ­Position sieben nur gerade 31 Stimmen mehr holte als der nicht gewählte Lukas Ritschard. Das absolute Mehr lag bei 914 Stimmen.

Das Spitzenresultat erzielte Gemeindepräsidentin Eveline Sprecher von der SP mit 1808 Stimmen. Dahinter folgen Stephan Hohl (FDP, 1653 Stimmen), Brigitte Vogel (FDP, 1405), Christine Koch (SP, 1403) und Monika Fanti (Die Mitte, 1376). Die Wahlbeteiligung lag bei 40,25 Prozent.

Eveline Sprecher bleibt wohl Gemeindepräsidentin

Mit ihrem hervorragenden Resultat sitzt Eveline Sprecher als Gemeindepräsidentin fest im Sattel. Vizepräsident Stephan Hohl, der vor vier Jahren Sprecher im Kampf ums Präsidium unterlegen war, kündigte schon am Sonntag an, nicht nochmals fürs Präsidium kandidieren zu wollen. Eveline Sprecher habe das bessere Resultat erzielt, und seine private Situation mit der Familie und der Arbeit liesse zum jetzigen Zeitpunkt eine stärkere zeitliche Belastung nicht zu. Dass die FDP einen Sitz im Gemeinderat abgeben müsse, schmerze, gibt Hohl zu. «Immerhin bleibt der Sitz im bürger­lichen Lager. Wichtig ist mir, dass das liberale Gedankengut im Gemeinderat stark vertreten ist.»

Status quo in der Gemeinde-kommission

Bei der Gemeindekommission bleibt alles beim Alten. Sowohl personell wie auch von der Sitzverteilung her wählte Aesch den Status quo. Damit bleibt die SP mit fünf Mandaten stärkste Kraft in der Gemeindekommission. Die FDP bleibt bei vier Sitzen. Die Mitte und die SVP halten je ihre drei Sitze.

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