Der faire Gedanke zahlte sich nicht aus – im Gegenteil

Ab Freitag gibt es beim TC Angenstein nationales Spitzentennis zu sehen. Soll der Vertex Cup weiter wachsen, braucht es höhere Preisgelder.

Kämpfen um die Gunst bei Spielerinnen und Spielern: Turnierpräsident Joël Klauser (links)
und Turnierdirektor Beat Kühni. Foto: Tobias Gfeller
Kämpfen um die Gunst bei Spielerinnen und Spielern: Turnierpräsident Joël Klauser (links) und Turnierdirektor Beat Kühni. Foto: Tobias Gfeller

Bei der Gründung und der ersten Durchführung des Vertex Cup 2021 waren sie im Organisationskomitee noch zu zweit, heute sind acht Personen um Turniergründer und Präsident Joël Klauser an der Durchführung des Tennisturniers beteiligt. Das zeige die Fortschritte, die das Turnier in nur drei Jahren gemacht hat. «Die Verantwortung und Aufgaben sind heute auf mehrere Schultern verteilt. Das entlastet und sorgt dafür, dass wir gewisse Aufgaben noch gezielter angehen können», erklärt Klauser. Dazu gehört, dass sich neu ein Mitglied des Organisationskomitees gezielt um die Betreuung der Spielerinnen und Spieler kümmert und als Ansprechperson stets für diese da ist.

Auch bei der dritten Durchführung von morgen Freitag bis Sonntag ist beim TC Angenstein nationales Spitzentennis garantiert. Der Eintritt ist kostenlos. Die Tableaus lassen sich sehen. Unter anderem ist Titelverteidiger Jasin Jakupi (N4, Nummer 77 in der Schweiz) aus Basel am Start. Bei den Frauen ist die Arlesheimerin Lizanne Mordig (N4, 52) topgesetzt. Auch sie gewann schon 2022. Turnierdirektor Beat Kühni musste kurz vor Anmeldeschluss noch Abmeldungen von mehreren Spitzenspielerinnen und Spitzenspielern hinnehmen. «Das sind die Herausforderungen, mit denen jedes Turnier auf diesem Niveau zu kämpfen hat», erklärt Turnierpräsident Joël Klauser.

Das Preisgeld alsentscheidender Faktor

Im Vorfeld hat der Vertex Cup zum ersten Mal die Preisgelder nicht festgelegt. Dies habe das Standing des Turniers bei gewissen Spielerinnen und Spielern geschwächt. «Daraus müssen wir lernen», sagt Klauser. Dass keine definitiven Preisgelder festgelegt wurden, habe damit zu tun, erklärt der Turnierpräsident, dass im vergangenen Jahr Männer und Frauen gleich hohe Preisgelder erhielten, das Frauen-Tableau aber viel kleiner war und für den Titel weniger Siege nötig waren. «Wir wollten mit der Festlegung der einzelnen Preisgelder warten, bis wir wissen, wie stark und gross die Tableaus sind, damit es für alle fair ist.»

Budgetierung jedes Jahr aufs Neue

Das Turnier-OK wurde sich wieder bewusster, dass das Preisgeld der wichtigste Faktor ist, um Topcracks nach Aesch zu locken und so im dichten Turnierkalender bestehen zu können. Viele Spielerinnen und Spieler auf diesem Niveau sind Halbprofis. Dass sich Anfang Jahr innerhalb von nur einem Monat nach der Ausschreibung des Turniers auf der Website von Swiss Tennis bereits 20 Spielerinnen und Spieler angemeldet haben  – davon viele, die schon 2022 dabei waren –, zeige, dass das Turnier in der Tennisszene immer mehr verankert ist.

Der Vertex Cup solle wachsen, aber nicht zu schnell, betont Präsident Joël Klauser. Dafür müsse auch das Preisgeld erhöht werden – in diesem Jahr beträgt das Preisgeld nebst den Trophäen insgesamt 3000 Franken. Mit der Budgetierung und der Akquirierung von Sponsoren beginnt das OK jedes Jahr wieder von Neuem. Langfristige Verträge gebe es keine, was wirtschaftlich eine Herausforderung sei. Das ehrenamtlich arbeitende Organisationskomitee setzt alles daran, auch in den kommenden Jahren in Aesch beim Löhrenacker Spitzentennis präsentieren zu können. Joël Klauser ist guten Mutes, dass sich der Vertex Cup in den kommenden Jahren zum Tradi­tionsturnier entwickeln kann.

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