Künstlerin zu sein, bedeutet viel Arbeit

Freudige Erwartung wurde endlich Realität. Erna Hofmann weihte am letzten Freitag mit einer Vernissage ihre Lokalität «Atelier-Galerie» an der Fehrenstrasse 12 in ­Breitenbach ein.

Atelier-Galerie: Erna Hofmann (l.) in ihrer neuen Lokalität, Tochter Estelle Hofmann unterstützte sie während der Vernissage. Foto: Cornelia Felber
Atelier-Galerie: Erna Hofmann (l.) in ihrer neuen Lokalität, Tochter Estelle Hofmann unterstützte sie während der Vernissage. Foto: Cornelia Felber

«Klein – fein – mein.» Treffender könnten die Worte nicht sein, die Erna Hofmann in ihrer kurzen Ansprache anlässlich der Vernissage vom letzten Freitag wählte. Mit dem Bezug der neuen Lokalität im Sommer 2022 an der Fehrenstrasse 12 in Breitenbach konnte sie sich einen Herzenswunsch erfüllen: Atelier, Galerie und Kurse am selben Ort. Die zwei ­Ebenen der Galerie und des Ateliers, die durch eine kurze Wendeltreppe verbunden sind, bieten schon für sich allein eine schöne Atmosphäre. Die Freude, dass sie die Galerie mit der aktuellen Ausstellung nun endlich einweihen konnte, versprühte Erna Hofmann mit jeder Faser. In ­erster Linie ist ihr wichtig, dass ­Menschen vorbeikommen, um Einblick in ihr künstlerisches Schaffen zu nehmen. Und es bestehen Pläne, um der Galerie immer wieder ein neues Kleid zu verpassen. Nach Ostern möchte Erna Hofmann die Galerie auch für andere Kunstschaffende öffnen. Die Idee dabei ist, dass diese eine bestimmte Fläche auf eine gewisse Zeit mieten können.

Die Schaffenskraft und die Techniken von Erna Hofmann

Was aus ihrer Schaffenskraft entsteht, ist vielseitig. Landschaft, Menschen, Tiere, gegenständlich, abstrakt, alles ist dabei. In der Malerei befasst sie sich immer wieder mit Linien, Formen und Flächen. Zudem faszinieren sie je länger, je mehr das Farbenmischen und Eintauchen in viele Schichten — und sich immer mehr die Freiheit zum Zufall in der Malerei zu erlauben. Ihre Haupttechniken sind Aquarell, Tusche und Acryl. Den feinen Zeichenstrich setzt sie mit diversen Kreiden, Stiften und Wachs. Das Malen begleitet Erna Hofmann schon lange. Ihr erstes Atelier bezog sie 2006 im Brac-Gebäude in Breitenbach. Damals hatte sie über die Volkshochschule Malkurse angeboten. Da die Teilnehmenden die Malkurse ­immer wieder weiterführen wollten und neue Kursteilnehmende hinzukamen, ist ihr Atelier und ihr Kunstschaffen mehr und mehr gewachsen.

Kurze Ansprache — eindrückliche Aussagen

Erna Hofmann erklärte in ihrer Ansprache: «Ich unterscheide zwischen ­Geschäft mit Kunst und Kunst selbst. Künstlerin zu sein, bedeutet viel Arbeit. Ich habe mir die Frage gestellt: Wie wenig muss ich haben, um glücklich zu sein? Denn wenig(er) zu haben, bedeutet, viel Freiraum zu schaffen. Ich schöpfe aus der Ruhe heraus und meine Kraftquelle ist immer die Natur, wo ich mich sehr oft aufhalte. Was ich in meiner Kunst schaffe, betrachte ich als meinen inneren ­Garten, im Gegensatz zu meinem äusseren Garten bei meinem Haus.» Ein ­grosses Dankeschön ging an ihre ­Malschülerinnen und Malschüler für die langjährige Treue. Sie erhalten in den Kursbesuchen Inspiration durch die ­Galerie und bilden sich kreativ weiter.

Öffnungszeiten aktuelle Ausstellung: Di, Mi, So, 14–17 Uhr, Fr, 17–20 Uhr, Finissage, So, 26. März, 14–17 Uhr. Öffnungszeiten der Galerie (ohne explizite Ausstellung): Mo, 17–19.30 Uhr, Di und Fr, 14–17 Uhr, Sa auf Anmeldung, Schulferien und Feiertage geschlossen. Mehr Informationen unter www.mal-werkstatt.ch.

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