AZB befasst sich mit Ausbauplänen

Einige der heutigen Zimmer sollen umfunktioniert und das Heim für die Zukunft fit gemacht werden, hat sich der Vorstand des Zweckverbandes Alterszentrum Breitenbach vorgenommen.

Wollen verschiedene Optionen prüfen: Wally Allemann und Jörn Weidner beim Alterszentrum Breitenbach. Foto: Bea Asper

«Es braucht visionäres Handeln. Wer jetzt schläft, überlässt die Entwicklung den privaten Anbietern und nimmt das Risiko in Kauf, dass die Kosten in der Altersversorgung steigen werden und die Qualität abnimmt», sagt Jörn Weidner. Er ist der designierte Leiter des Alterszentrums Breitenbach (AZB) und wird im Herbst die Nachfolge von Heinz Zenhäusern antreten, der in Rente geht. Weidner ist bereits seit vier Jahren im AZB tätig und leitet den Bereich Pflege und Betreuung. Er und der Vorstand des Gemeindezweckverbands sind an der Ausarbeitung einer Zukunftsstrategie. Sie möchten frühzeitig Massnahmen einleiten und nicht erst, wenn die demografische Entwicklung die Alters- und Pflegeheime eingeholt hat.

Aufgrund der Zunahme der älteren Bevölkerung zeichne sich ab, dass der Bedarf in der Pflege massiv zunehmen wird, erklärt Weidner. Die Versorgungsplanung des Kantons Solothurn rechne für die Region Dorneck-Thierstein mit einer Zunahme von 17 bis 49 Prozent. «Bereits heute ist spürbar, dass die Nachfrage grösser ist als die vorhandenen Plätze. Die Institutionen sind ausgelastet, auch bei dringenden Fällen kommt es immer wieder zu Absagen. Dies entspricht nicht dem ursprünglichen Zweck der AZB-Gründer, nämlich der älteren Bevölkerung einen Platz in der Heimat zu sichern», gibt Wally Allemann, Präsidentin des Zweckverbandes AZB, zu bedenken. «Der Vorstand befasst sich nun mit möglichen Lösungsvorschlägen.

Anbau auf Stelzen

In einer Machbarkeitsstudie wurde abgeklärt, wo und wie das AZB seine Kapazitäten erhöhen könnte. Für Neubauten in nächster Umgebung fehlt das Land. Infrage kommt eine Aufstockung auf das bestehende Gebäude oder ein kleiner Anbau oder man verbindet diese beiden Varianten miteinander», erläutert Allemann. Dabei stünden verschiedene Optionen zur Diskussion. Eine Variante ist, den Anbau auf Stelzen über dem bestehenden Parkplatz zu bauen, eine andere Variante wäre einen Teil der Gartenanlage zu überbauen und dann gäbe es noch die Möglichkeit, das Gebäude zu verlängern und den heutigen Haupteingang zu verschieben. Auch bezüglich einer Aufstockung des Gebäudes seien mehrere Varianten denkbar und dann könnte man auch aufstocken und anbauen, führt Allemann aus. Grundsätzlich gehe es um eine qualitative Erweiterung und um eine Modernisierung. «Wir möchten bestehende Zimmer, in denen derzeit zwei Betten untergebracht sind, zu Einbett-Zimmer umwandeln. Zusätzlich könnten 20 neue Pflegeplätze geschaffen werden», erklärt Allemann. «Wir achten auf eine hohe Flexibilität, also dass man eine Tagesstätte sowie medizinische und therapeutische Angebote einrichten könnte oder neu gewonnenen Platz für unser Angebot: Wohnen mit Dienstleistungen nutzt». Die baulichen Massnahmen sollen dem AZB bei der künftigen Nutzung einen möglichst hohen Handlungsspielraum gewähren.

«Finanziell ist das erklärte Ziel, den grössten Teil über die eigenen Mittel zu stemmen sowie eine Hypothek aufzunehmen. Die Gemeinden um Geld zu bitten, kommt nicht infrage», meint Allemann. Die Delegierten sowie alle Gemeinderäte der Verbandsgemeinden seien vorinformiert worden, dass sich der Vorstand des AZB mit Ausbauplänen beschäftige. «Entschieden ist noch nichts. Der Vorstand geht zusammen mit der Heimleitung intensiv über die Bücher und wird sich dann zum weiteren Vorgehen äussern. Das erklärte Ziel ist, im Verlauf des Jahres der Delegiertenversammlung eine Vorlage zur Genehmigung unterbreiten zu können», skizziert Allemann.

Letztlich muss das Projekt von allen Gemeindeversammlungen gutgeheissen werden. «Läuft alles rund, dann werden wir im Jahr 2025 zum Spatenstich einladen — und wir gehen mit der Zeit», meint Allemann. So gibt Weidner zu bedenken: «In Aesch im Neubau auf dem Stöcklin Areal drängen sich nun private Anbieter in den Markt der Altersversorgung. Auch im Thierstein sind die Institutionen der Gemeinden gefordert, auf den Wandel zu reagieren».

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