Am «Dorfmärt» staunen und Leute treffen
Am kommenden Samstagmorgen, 30. August, öffnen rund um das Gemeindehaus Bärschwil zahlreiche Marktstände. Es werden Essen und Getränke angeboten. Unterhaltung für Gross und Klein darf auch nicht fehlen. Der erste Bärschbler Dorfmärt öffnet um 10 Uhr und dauert bis 23 Uhr.

Im Dorf fehlen Restaurants, Vereine haben hier wie vielerorts zu kämpfen, es gibt kaum noch Gelegenheiten, sich als Dorfgemeinschaft zu treffen. Mit Sorge hat Judith Henz dieser Entwicklung zugeschaut. Die Bauersfrau hatte bereits vor vielen Monaten die Idee, einen Dorfmarkt zu realisieren. Ein williges OK war schnell gefunden und Anfang dieses Jahres konnte dieses mit den Vorbereitungen beginnen. «Mit diesem Markt soll der einheimischen Bevölkerung hier und dort gezeigt werden, was in Bärschwil alles gemacht wird», nennt Judith Henz eine ihrer Absichten. Vor allem aber ginge es auch darum, eine attraktive Möglichkeit zu schaffen, um sich zu begegnen, argumentiert Judith Henz.
«Schon bald mussten wir feststellen, dass Dorfvereine zwar Interesse zeigten, aber zurzeit zu wenig Kapazitäten für die Mithilfe freimachen können», erklärt Bernhard Guntern. Der kürzlich pensionierte, aber immer noch aktive Sekundarlehrer hatte sich zur Leitung der OK-Sitzungen bereit erklärt. «Dafür sprang die Bevölkerung im grossen Stil auf die Idee an», freut sich die Initiantin, die in den vergangenen Monaten keine Gelegenheit ausliess, Bärschwilerinnen, Bärschwiler und Zugezogene in Bezug auf den Markt anzusprechen. Schon bald war eine schöne Zahl von Angeboten auf dem Tisch, die einen vielseitigen und etwas speziellen Bärschbler Dorfmärt versprechen. Mit Ausnahme der Guggenmusik Schnitzharmoniker werden vorwiegend Privatpersonen Kulinarisches — von Bratwürsten über Schnitzelbrot bis zu Spanferkel und Spezialitäten aus Sri Lanka — anbieten. Für Kaffee und Kuchen wird ein zusammengewürfeltes «Kaffistube-Team» sorgen, während ein privates Paar aus dem Dorf die Bierschwemme betreibt. Besagte Schnitzharmoniker lassen mit allerlei Drinks und Cocktails in ihrer Bar die Fantasie walten.
Bernhard Guntern und Judith Henz zeigen sich auch erfreut und dankbar gegenüber den grosszügigen und zahlreichen Sponsoren, welche eine finanziell sorglose Durchführung ermöglichen.
Begeisterung und vielseitiges Angebot
Nein, es werde kein grosser Markt, gibt sich Judith Henz bescheiden. Das Studieren des vierseitigen Prospektflyers zeigt jedoch ein anderes Bild: Nicht weniger als 15 Stände, alle betrieben von Dorfbewohnenden, bieten auf dem Gemeindeplatz ihre Waren an. Gebackenes, diverses Handwerk, Bioprodukte, Häkelarbeiten, Eingemachtes, Glückwunsch-karten, Bücher, Schwarzbubenkalender und sogar Kunstwerke können hier am Samstag erworben werden. «Und das ist noch lange nicht alles», sagt Bernhard Guntern und Judith Henz ergänzt: «Wir hätten nie geglaubt, dass unser Projekt einen so grossen Hype auslöst.»
Auch für Sammler von Antiquitäten wie für Kinder und Jugendliche wird sich die Fahrt ins Thiersteiner Dorf lohnen. Neun Flohmarktstände präsentieren hier am Samstag ganztägig ihre wertvollen und seltenen Trouvaillen. Und für urchige Klänge sorgen Esther Racheter mit ihrem Alphorn und das Schwyzerörgeliquartett Häxeschuss.
Ebenso ihre helle Freude werden Kinder am Bärschbler Dorfmärt haben. Die örtliche Damenriege und die Jugendsportgruppe haben verschiedene Aktivitäten für die Kleinen und etwas Grösseren vorbereitet. Spazieren mit Alpakas und Reiten auf Maultieren dürften zu Höhepunkten für die jungen Besucherinnen und Besucher werden. Auch die Familienkirche Bärschwil/Grindel wird am ersten Bärschbler Dorfmärt mit biblischen Geschichten für Kinder aktiv. Buttons kreieren, Vier gewinnt, eine Hüpfburg und Glücksfischen für die Kleinen werden weitere Renner im Kinderprogramm sein.
Dorfmärt, Samstag, 30. August, von 10 bis 23 Uhr