Büsserach
05.06.2019

Mit Pfeil und Bogen im Wald unterwegs

<em>Die Gründer des Bogenschützenvereins der Region: </em>Gebrüder Hanspeter und Stefan Lais (vorne), mit Thomas, Yannic und Nadir Lais.<em> Foto: Bea Asper</em>

Die Gründer des Bogenschützenvereins der Region: Gebrüder Hanspeter und Stefan Lais (vorne), mit Thomas, Yannic und Nadir Lais. Foto: Bea Asper

Der Bogenschützenverein Büsserach freute sich über den Grossandrang an seinem nationalen Wettkampf im freien Gelände beim Schützenhaus.

Bea Asper

Gleich der erste Pfeil traf mitten ins Herz. «Höchste Punktzahl», jubelt Stefan Lais. Es war kein Zufallstreffer, sondern das Resultat eines jahrelangen Trainings. «Aller Anfang ist schwer: Als ich vor vielen Jahren das Bogenschiessen für mich entdeckte, war manche Trainingseinheit geprägt von Zweifel.» Doch wie bei jedem Sport gelte auch hier: «Übung macht den Meister», meinte Lais im Gespräch mit dieser Zeitung. «Hat man die Treffsicherheit erlangt, beherrscht man die Kunst des Bogenschiessens und man liegt selten daneben», resümierte er. Vom Jagen auf echte Tiere will er aber nichts wissen. «Wären es nicht Plastikfiguren, dann wäre dieser Sport nichts für mich», meinte er lachend.

Die Leidenschaft für das Bogenschiessen wird von seinen anderen Familienmitgliedern eifrig geteilt. «Wir sind des Öfteren gemeinsam unterwegs – an Wettkämpfen oder auf dem Übungsparcours im Schwarzwald», führte Stefan Lais aus. Er hat vor 20 Jahren zusammen mit seinem Bruder Hanspeter Lais den Bogenschützenverein Büsserach ins Leben gerufen und freut sich, dass der Verein mit dem heutigen engagierten Vorstand und den über 25 Aktiven gut unterwegs ist, kameradschaftlich und sportlich.

Die Bogenschützen der Region schaffen es an nationalen und internationalen Meisterschaften immer wieder auf die vorderen Plätze. Sie brillieren aber vor allem auch durch ihr Engagement zur Förderung des Sports. Jedes Jahr organisieren sie für die Bogenschützen aus nah und fern tolle Anlässe. Am letzten Sonntag hatten sie im Wald von Büsserach zu einem 3-D-Parcours eingeladen. Auf die 180 Teilnehmenden warteten auf einer Strecke von fünf Kilometern knifflige Aufgaben an 28 verschiedenen Posten. Zwischen den Bäumen versteckt befanden sich Plastik-Tiere, welche als Zielscheibe dienten. Aus welcher Distanz der Schütze sich aufzustellen hatte, variierte je nach Kategorie und war mit einem Holzpföstchen markiert. Die Meterangabe fehlte bewusst, die «unbekannte Distanz» war Teil des Wettbewerbs. Die Schützen hatten jeweils abzuschätzen, wie stark sie ihren Bogen spannen sollten. Drei Versuche waren erlaubt, wobei es beim ersten Pfeil höhere Punktzahl gab als beim nächsten Pfeil. Die Mitglieder des Bogenschützenvereins Büsserach trainieren während des Sommers einmal die Woche im Schwalbennest, «oft gekoppelt mit einem Grillplausch und freundschaftlichen Gesprächen», war von Präsident Samuel Rütti zu erfahren. Mehrere Trainings pro Woche seien auf Wunsch möglich. «Im Winter trainieren wir in der alten Turnhalle beim Schulhaus Büsserach», führte Rütti aus und ergänzte: «Neumitglieder sind herzlich willkommen.» In diesem Jahr – anlässlich des 20-Jahre Jubiläums – hilft der Verein auch bei der Durchführung der Schweizermeisterschaft. Diese findet vom 17. bis 18. August in Bretzwil BL statt.

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