Zukünftige Fachkräfte früh fördern

Wenn Gewerbler, Lehrer und Politikerinnen zusammenkommen und einander zuhören, entsteht Fortschritt für die ganze Region. Und dies über die Kantonsgrenzen hinweg. Der Neujahrsempfang des Gewerbes und der Industrie war so eine Gelegenheit.

Ein Abend reichte nicht, um all die Projekte ausführlich vorzustellen. So vielfältig präsentierte sich letzte Woche am Neujahrsempfang die Region als attraktiver Arbeitgeber für die Jugend. Und der Zuspruch war gross. Sehr gross. 250 Personen aus Gewerbe, Schulen, Ämtern und Politik liessen sich die Vorträge nicht entgehen.

Wie Martin Dätwyler, Direktor Handelskammer beider Basel, erklärte, sei der Fachkräftemangel eines der grössten Probleme der Unternehmen in der Region. Dieser werde sich in den nächsten Jahren noch verschärfen, wenn die Babyboomer in Pension gehen würden. Thomas Kübler, Leiter Standortförderung Baselland, gab gar zu bedenken, dass hier im Vergleich zu benachbarten Regionen besonders wenig Fachkräfte zur Verfügung stünden.

Seit Jahren versuchen Wirtschaftsverbände und Kantone mit etlichen Projekten, Gegensteuer zu geben. Noch während die Jugendlichen die Sekundarschule besuchen, bemühen sich Firmen um sie. Zum Beispiel mit dem Projekt Ferienjob. Die Firmen werden dabei administrativ unterstützt. Stefan Finckh, Country-Präsident der Von Roll Schweiz AG, ermunterte alle, ebenfalls Ferienjobs anzubieten: «Ihre Firma macht sich bei potenziellen Kunden und Mitarbeitern bekannt. Zudem sind die jungen Leute eine Bereicherung für die Firma. Und nicht zuletzt kann man günstig Arbeiten erledigen lassen, die sonst gerne liegen bleiben.»

Einen intensiveren Einblick in die Arbeitswelt bietet das Projekt Lift. Jugendliche der Sekundarschule Laufental arbeiteten in ihrer Freizeit in ausgewählten Betrieben und würden dabei von der Schule vorbereitet und begleitet, erzählte die Lift-Leiterin Yvana Kilian. Gar nicht selten ergibt sich daraus ein Lehrvertrag.

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