Berührende Schulweihnachten

Seit bald 40 Jahren feiert die Primarschule Blauen ihre Dorfweihnacht in der Blauner Mehrzweckhalle. Die diesjährige Ausgabe war sehr stimmig und zog das zahlreiche Publikum — auch dank zweier Premieren — schnell in ihren Bann.

Vor ihrem Aufbruch nach Bethlehem: Die Hirten auf dem Feld. Fotos: Isidor Huber

Vor ihrem Aufbruch nach Bethlehem: Die Hirten auf dem Feld. Fotos: Isidor Huber

Mit vollem Einsatz dabei: Die Ukulelen-Gruppe.

Mit vollem Einsatz dabei: Die Ukulelen-Gruppe.

Vielfalt an Instrumenten: Das Kinderorchester mit den beiden Lehrerinnen Ines Brodbeck (hinten links) sowie Kathrin Küng (hinten, 2. v. l.) begleiteten das Weihnachsspiel.

Vielfalt an Instrumenten: Das Kinderorchester mit den beiden Lehrerinnen Ines Brodbeck (hinten links) sowie Kathrin Küng (hinten, 2. v. l.) begleiteten das Weihnachsspiel.

Schulleiterin Audrey Trösch bemerkte in ihrer Begrüssung, dass sie die Melodie von «Feliz Navidad» schon sehr bald nach den Herbstferien in den Räumen der Schule gehört habe. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Weihnachtsfeier schon lange vor den Aufführungen in den Köpfen der Schülerinnen, Schüler und Lehrerinnen angekommen sei.

Was die gut 70 Kinder aus dem Kindergarten und den verschiedenen Schulklassen danach darboten, war ein wunderbares Programm für Augen und Ohren, in dem sich Schauspiel und Musik zu einem harmonischen Ganzen fügten. Dabei kam es gleich zu zwei Premieren.

Erstmalig stand dieses Jahr ein ganzes, zwölfköpfiges Kinderorchester auf der Bühne, das von der Musiklehrerin Ines Brodbeck zusammengestellt und während der Aufführungen diskret geleitet wurde. Eindrücklich dabei war die Vielfalt der gespielten Instrumente: Flöten, Gitarren, Ukulelen, Geigen, Trompete, Handorgel und sogar eine Harfe wurden mit viel Herzblut bespielt.

Die zweite Premiere bestand im aufgeführten Weihnachtsspiel. Dieses hatte das Buch «Der Weihnachtsstern» von Markus Pfister als Grundlage. Sämtliche Dialoge wurden jedoch von Kathrin Küng, Klassenlehrerin der 5. und 6. Primarklasse, geschrieben und in einen harmonischen szenischen Ablauf gegossen. Somit wurde die Blauner Interpretation von Pfisters «Weihnachtsstern» zu einer Art Uraufführung.

Das gesamte Programm bezauberte das Publikum von der ersten musikalischen Darbietung der Kindergärtler bis zum Schlussbild des Weihnachtsspiels vor dem Stall in Bethlehem. Bekannte Weihnachtsmelodien der Unterstufe bildeten eine ideale Einstimmung auf die von den 5.- und 6.-Klässlern gespielte Geschichte des Weihnachtssterns. Dieser zog die Schafhirten und die Tiere auf dem Feld ebenso magisch an wie die drei Weisen aus dem Morgenland. Schliesslich machten sich alle auf den Weg und fanden sich vor dem Stall ein, wo sie die heilige Familie mit dem Christkind umrahmten. Eine wunderschöne Metapher für den Wunsch der Welt nach Hoffnung und Frieden. In der abschliessenden Szene mit den gut 70 spielenden Kindern wurde dann «Das isch de Stern von Bethlehem» aus der «Zeller Weihnacht» dargeboten — ein sowohl visuell als auch musikalisch imposantes und begeisterndes Finale. Ganz zuletzt und wie jedes Jahr sangen dann die Kinder und das Publikum gemeinsam das traditionelle «Stille Nacht».

Aufgrund der zunehmenden Schülerzahlen wird die Dorfweihnacht aus Platzgründen mittlerweile zweimal präsentiert. Der Schulrat unterstützt diese Anlässe durch die Organisation der Festwirtschaft. Dass mit diesen Aufführungen die jährlichen Skilager mitfinanziert werden, ist nur ein Aspekt dieser in jeder Hinsicht wunderbaren Schul-Tradition.

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