Wikinger ahoi

Die Brass Band Liesberg hisste die Segel und stach mit Pauken und Trompeten in See. Die Mannschaft liess nichts unversucht, die Gäste an Deck mit feurigen und launigen Melodien bestens zu unterhalten.

<em>Spiellaune auf hoher See: </em>Musikverein Brass Band Liesberg<em>Foto: Jürg Jeanloz</em>
<em>Spiellaune auf hoher See: </em>Musikverein Brass Band Liesberg<em>Foto: Jürg Jeanloz</em>

Dass die Wikinger ein rauhes Völklein waren, bewies der Musikverein Brass Band Liesberg mit dem starken Stück «Viking Age». Toll, wie das Ensemble den Aufstieg der skandinavischen Seefahrer musikalisch beschrieb, wie die Wikinger auf See ihr Unwesen trieben und wie sie schliesslich selbst besiegt wurden. Bläser und Perkussionisten erzählten die spannende Geschichte mit leidenschaftlichem Einsatz.

Zur Auflockerung servierte die Band den Sousa-Knüller «The Washington Post», der 1890 für die gleichnamige Zeitung komponiert wurde. Mit Bravo-Rufen und grossem Beifall quittierten die Gäste im voll besetzten Seemättli den noch heute viel gespielten Marsch.

«Die Frühjahrsmüdigkeit hat heute keine Chance», frotzelte Moderatorin Charlotte Kübler, als sie den Gassenhauer «I’m Still Standing» von Elton John ankündigte. Power pur war angesagt, das Ensemble schickte sich an, dem Heuler den richtigen Schmiss zu geben. Nicht zuletzt war es Dirigent Thomas Scherrer, der seine Schäfchen zu Höchstleistungen anspornte. In ruhige Gewässer lotste Kornettist Michael Franz seine Kolleginnen und Kollegen, indem er mit perfekter Soloeinlage das Stück «Review» bereicherte. Eine weitere Soloeinlage lieferten die drei Kornettisten Andreas Widmer, Peter Widmer und Samuel Borer, die mit «Trumpets Wild» einen Ohrenschmaus vom Allerfeinsten darbrachten, ganz nach dem Gusto der vielen MVBBL-Fans.

Zum Schluss wurde noch Broadway-Stimmung in den Saal gezaubert. Ein Medley von Glenn Miller mit den bekannten «In the Mood» oder «Moonlight Serenade» riss die Gäste von den Stühlen, um ihre Begeisterung kundzutun. Schade, dass dieser hochbegabte amerikanische Bandleader 1944 im Alter von 40 Jahren bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam.

«Don’t Stop me now – Stopp mich nicht» hätte nicht besser zu diesem Konzertabend gepasst. Die Ballade der Queens hätte sich zu einem würdigen Abschluss gemausert, wäre da nicht zuletzt noch der «Steimandli Jutz» vorgetragen worden, der lieblich und sanft daherkam.

Weitere Artikel zu «Laufental», die sie interessieren könnten

Im Hintergrund geht es vorwärts: Das Bewilligungsverfahren für den geplanten Pavillon beim Kulturzentrum Alts Schlachthuus läuft. Im besten Fall soll im Sommer 2027 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Bild: zVg
Laufental07.10.2026

Der Pavillonanbau ist nach Verzögerungen wieder auf Kurs

Seit dem Ja zur Verlegung der Naubrücke ist die entscheidende Hürde für den Bau des Pavillons beim Kulturzentrum Alts Schlachthuus beseitigt. Seither ist es…
Friseursalon auf dem Dachboden: Christopher Spain verpasst seinem Freund Benjamin Aemisegger einen neuen Haarschnitt. Foto: Mark Riklin
Laufental07.10.2026

Der Barber von Blauen

Lenz’ Frisur ist überfällig. Sie spriesst in alle Richtungen, dort, wo noch ein Restbestand an Haaren übrig ist. Im Laufental erhält er einen Insider-Tipp: In…
Hervorragende Qualität: Die Riesling-Sylvaner-Trauben versprechen einen guten Jahrgang. Foto: Simon Jermann
Laufental07.10.2026

Grosse Vorfreude auf den neuen Jahrgang

Der Rekordsommer 2026 mit Hitze, Trockenheit und einer ungewöhnlich frühen Reife beschert den Winzerinnen und Winzern im Laufental, Thierstein und…