Eine Feier des bäuerlichen Lebens

Nach 20 Jahren fand am letzten Samstag auf dem Burghof Röschenz wieder eine Viehschau der Laufentaler Viehzüchtergenossenschaft statt. «110 Jahre VZG Laufen und Umgebung» lautete das Motto.

Verschiedene Rassen: Bei der schwarzgefleckten Holstein-Kuh steht die Milchproduktion im Vordergrund. Fotos: Katja Schmidlin

Verschiedene Rassen: Bei der schwarzgefleckten Holstein-Kuh steht die Milchproduktion im Vordergrund. Fotos: Katja Schmidlin

Kälberwettbewerb: Die Kälber wurden von den Kindern zum Platz geführt.

Kälberwettbewerb: Die Kälber wurden von den Kindern zum Platz geführt.

Strenges Auge: Richter Alain Jungo schaute ganz genau hin.

Strenges Auge: Richter Alain Jungo schaute ganz genau hin.

Aus sechs Laufentaler Bauernbetrieben kamen am Samstagmorgen gestriegelte und herausgeputzte Kühe und Kälber auf dem Burghof Röschenz zur Viehschau zusammen. Grund des Anlasses bildete das 110-jährige Bestehen der Viehzuchtgenossenschaft Laufen und Umgebung, welches nach 20 Jahren wieder mit einer Jubiläumsviehschau gefeiert wurde.

«Ziel der Viehschau ist, die Leistungen der Tierzucht in den Mittelpunkt zu stellen, die Vielfalt unserer Genossenschaft sichtbar zu machen und der jungen Generation Traditionen und die Freude an der Arbeit weiterzugeben», hiess es in der Festbroschüre der VZG. «Wir sind hier mit sechs Ausstellern vertreten und möchten mit diesem Anlass den Leuten näherbringen, wer wir sind und was wir im Bereich Milchwirtschaft machen», sagte Matthias Morgenthaler, Präsident der VZG. Es solle ein schöner Anlass sein, der die Leute zusammenbringe, so Morgenthaler. Die Aussteller kamen aus Duggingen, Roggenburg, Röschenz, Brislach, Liesberg und Laufen.

Hinter der grossen Scheune, die als Festwirtschaft diente, standen oder lagen grosse, kleinere, schwarz- oder braungefleckte Kühe auf einem Teppich aus ausgestreutem Heu. «Vertreten sind heute die Rassen Holstein, Red-Holstein und Swiss Fleckvieh», erklärte Morgenthaler. «Jeder Züchter muss für sich entscheiden, welche Rasse auf seinen Betrieb passt. Die Lage des Betriebes ist dabei ein wichtiger Faktor. Kleinere Kühe eignen sich beispielsweise gut für hügeliges Land mit steilen Hängen, für eine grosse Produktion eignen sich eher grössere Kühe.»

Ab 10 Uhr wurden die Kühe in den Kategorien «Erstlaktierende» bis «Achtlaktierende» bewertet. Die Tiere wurden von den Besitzern in einen Kreis mit Sägemehl geführt und vom Juror Alain Jungo aus Tentlingen, Kanton Freiburg, genau begutachtet. Zahlreiche Schaulustige verfolgten das Geschehen. Nach der Mittagspause gab es einen Kälberwettbewerb, bei dem die Kinder der Bauern die Kälber führten. Danach wurden die Bewertungen der Kategorien fortgesetzt. Zum Schluss wurde mit der «Misswahl» die schönste Kuh auf dem Platz gekürt. Seinen Ausklang fand der Abend mit Fest- und Barbetrieb, begleitet von Livemusik des Quartetts Highländlers.

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