Starke Worte und viel Applaus

An der Sportpreis-Verleihung des Kantons Baselland, die am Freitag in Laufen stattfand, standen Worte und viel Applaus im Mittelpunkt. Der 31. Sportpreisträger Marco Streller war jedoch nur via Video-botschaft anwesend.

Ehrung: (v.l.) Thomas Beugger, Alexander Imhof, Monica Gschwind, Kuno Cereda, Peter Stähli. Foto: eh-Press
Ehrung: (v.l.) Thomas Beugger, Alexander Imhof, Monica Gschwind, Kuno Cereda, Peter Stähli. Foto: eh-Press

Es ist nichts Aussergewöhnliches, dass an Auszeichnungsfeiern viel gesprochen wird. Doch an der Sportpreisverleihung, die vor 13 Jahren bereits einmal in Laufen stattfand, stand das Wort noch stärker im Zentrum. Doch schön der Reihe nach.

Sie war zahlreich ins Laufental gereist, die Prominenz aus Politik und Sport: Ständerat Claude Janiak, die Nationalrätinnen Maya Graf und Sandra Sollberger, die Vertreter der Baselbieter Regierung Monica Gschwind, Sabine Pegoraro und Regierungsratspräsident Anton Lauber, Landratspräsident Franz Meyer und Landrätin Elisabeth Augstburger sowie diverse Vertretungen der umliegenden Ortschaften. Laufens Stadtpräsident Alexander Imhof durfte aber auch Personen aus dem Sport begrüssen. Etwa den Ehrenpräsidenten des Nordwestschweizer Fussballverbandes, Hans-Jürg Ringgenberg, oder IG- BL-Präsident Peter Stähli. Imhof war sichtlich stolz, den zahlreichen Gästen die Vorzüge «seines» Laufen in den besten Bildern vorzustellen. «Laufen ist eine gute Wahl, denn Laufen ist sportbegeistert.» Man könne praktisch alle Sportarten betreiben und für den Wintersport habe man in nur 20 Minuten den ersten Skilift. Zuerst wurden die Förderpreise 2015 verliehen. Die gingen an Sofie Bachmann, Tino Polsini, Chamuel Zbinden (alle Orientierungslauf) sowie Maurice Rösch (Karate). Kultur- und Sportdirektorin Monica Gschwind sprach danach die Laudatio für die drei Personen, welche in diesem Jahr einen Anerkennungspreis für ihr langes und wertvolles Schaffen im und für den Sport erhielten. Es waren Daniel Bütikofer (Langlauf), Bruno Schindelholz (Leichtathletik) und Kuno Cereda (Liesberg/Fussball).

Mit vielen Ämtern Zeit gespart

Cereda habe sich, so Gschwind, in 50 Jahren in unzähligen Sparten für den Fussball eingesetzt. Begonnen beim FC Riederwald, wo er «Mädchen für alles» war, bis zum regionalen Fussballverband gab es kaum etwas, das er nicht machte. Ehrenpräsident des FC Riederwald, Ehrenmitglied des NWS FV und vom nationalen Fussballverband das goldene Verdienstabzeichen – es waren schon einige verdiente Auszeichnungen. Den Anerkennungspreis nahm er aber doch mit Stolz und Genugtuung entgegen. «Als mich Thomas Beugger vom Sportamt informierte, dass ich den Preis bekomme, war ich gerade mit dem Auto unterwegs an eine Veranstaltung im Rahmen des Fussballs. Es freut mich ausserordentlich, denn es ist ein schönes Dankeschön für das, was man leistet.» Cereda konnte all seine Tätigkeiten auch dank der grossen Unterstützung seiner Frau Marianne machen. Gut möglich, dass sie daher auch etwas vom erhaltenen Barpreis erhält. Gefragt, wie er als Lehrer früher derart viele Ämter unter einen Hut bringen konnte, meinte er lachend: «Ich habe so viele Sachen gleichzeitig gemacht, weil es so kurze Entscheidungswege gab und ich viel Zeit sparen konnte.» Einen ganz starken Auftritt hatte Alex Frei, der erfolgreichste Torschütze des Schweizer Fussballes. Seine Laudatio für den Sportpreisträger Marco Streller war etwas vom Besten und Unterhaltsamsten, was man in Sachen Sportpreisverleihung zu hören bekam und Streller ist doch nun schon der 31. Preisträger. Roger Federer ist der bekannteste, doch andere waren in Laufen anwesend. Kurt Hänger, Roland Hertner, Hanspeter Tschopp, Roger Birrer und die schlagfertige Ariane Gutknecht. Streller selbst konnte seinen Preis nicht persönlich entgegennehmen. Er weilte für das Schweizer Fernsehen gerade in St.Moritz und grüsste via Videobotschaft. Und noch etwas sorgte dafür, dass den Anwesenden an diesem Abend das Wort in bester Erinnerung blieb. Das Duo «Ohne Rolf» begeisterte mit zwei Auftritten, indem es, ohne selbst zu reden, dank Plakaten demPublikum eine spannende Unterhaltung bot. Thomas Beugger, Leiter des Sportamtes, freut sich bereits auf den Sportpreisträger 2016.

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