Präsidium heftig umstritten

Unter der Leitung von Isidor Huber diskutierten die ums Stadtpräsidium kandidierenden Juliana Nufer (FDP) und Alex Imhof (CVP) über die Finanzen, die Verkehrssituation und die Zukunftschancen von Laufen.

Humor im Streitgespräch: Alexander Imhof und Juliana Nufer mit Moderator Isidor Huber.   Foto: Jürg Jeanloz
Humor im Streitgespräch: Alexander Imhof und Juliana Nufer mit Moderator Isidor Huber. Foto: Jürg Jeanloz

Bürgerliche Parteien sind sich meistens bei den Finanzen einig, nicht so die beiden Kandidaten fürs Stadtpräsidium Laufen. Im Streitgespräch vermerkte Moderator und Gym Rektor Isidor Huber, dass es mit den Finanzen in Laufen nicht zum Besten bestellt sei. «Warum habt Ihr den Steuersatz von 63 auf 59 Prozent gesenkt, jetzt fehlen Euch jährlich eine halbe Million Franken?» Es sei nicht so dramatisch, wie immer geschildert würde, erwiderte Alex Imhof. Eine Pro-Kopf-Verschuldung von 4000 Franken sei akzeptabel. Mit den neuen Abschreibungssätzen werde die Rechnung ohnehin weniger stark belastet. Immerhin habe Laufen 10 Mio. Franken für die Sekundarschule eingenommen, eine Steuererhöhung sei nicht nötig. Er denke strategisch und möchte mit der Überbauung des Nau-Areals Einnahmen generieren und gleichzeitig neue Steuerzahler nach Laufen holen.

«Lasst Euch vom guten Rechnungsabschluss 2011 und den ausserordentlichen Einnahmen nicht täuschen», rief Juliana Nufer (FDP) den vierzig Gästen im Schlachthaus Laufen zu. Sie plädiere für eine rigorose Sparpolitik, denn in der Bildung und der sozialen Wohlfahrt würden die Kosten rasant zunehmen. Der neue Bushof in Laufen und die Sanierung der Pensionskasse würden weitere Kosten verursachen. Die neuen Abschreibungssätze seien nur Kosmetik und der Verkauf der Sekundarschule einmalig. «Wir müssen viele Projekte auf die lange Bank schieben, weil Laufen jährlich maximal eine halbe Million Investitionen tätigen sollte», schob Nufer nach. Eine Steuererhöhung im Interesse eines gesunden Haushalts sei für sie kein Tabu.

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