Noch immer gut im Wind

Die IWB informierten die Bevölkerung über ihr Projekt «Windpark Challhöchi». Im Zentrum standen die Resultate der Windmessungen.

Windmessmast: Noch gut ein Jahr lang soll dieser die Windverhältnisse auf dem Chall prüfen.  Foto: Zvg
Windmessmast: Noch gut ein Jahr lang soll dieser die Windverhältnisse auf dem Chall prüfen. Foto: Zvg

Die Industriellen Werke Basel (IWB) sind schon seit längerem auf den Zug der nachhaltigen Stromproduktion aus erneuerbaren Energien aufgesprungen. Das vor rund zwei Jahren gestartete Projekt «Windpark Challhöchi», bedeutet für die IWB einen weiteren Schritt in diese Richtung.

Die IWB prüft seit November 2011 die Windverhältnisse auf dem geplanten Gebiet. Am Donnerstag vergangener Woche lud der Basler Stromproduzent nun die Bevölkerung der drei Standortgemeinden nach Röschenz ein, um über erste Resultate zu berichten. «Mit Windstärken von durchschnittlich rund fünf bis sechs Metern pro Sekunde, haben sich unsere Prognosen bestätigt», erklärte Erik Rummer, Unternehmenskommunikation IWB. Somit werde ein Bau des Windparkes Challhöchi immer realistischer, erklärten die Verantwortlichen an der gut besuchten Veranstaltung. Da die Entwicklung auch auf diesem Gebiet in den vergangenen zwei Jahren nicht stehen blieb, wurde das Vorhaben angepasst.

An den Infoabenden vor rund zwei Jahren in den betroffenen Standortgemeinden Kleinlützel, Burg i.L. und Röschenz, sprachen die Projektverantwortlichen noch von einem Windpark mit neun bis zu 140 Meter hohen Turbinen auf und rund um die Challmatte. Jährlich 35 Gigawattstunden, sollten damit produziert werden können. «Die Planungen der IWB sehen jetzt noch fünf Turbinen mit einer Nabenhöhe von 140 und einem Durchmesser von 120 Metern vor, die je nach Turbinentyp jährlich 25 bis 31 Gigawattstunden Strom produzieren. Das entspricht rund 17 Prozent des Stromverbrauchs des gesamten Laufentals», so Erik Rummer. Diese fünf Windräder werden somit nach heutigem Stand der Technik nur unwesentlich weniger Strom produzieren, als die früher geplanten neun. Dass diese allerdings mit bis zu 200 Metern Gesamthöhe (Rotorenende) wesentlich markanter in der Landschaft stehen, machte die IWB mit entsprechend angepassten Visualisierungen deutlich.
Im Zentrum der weiteren Abklärungen steht unter anderem eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) mit umfassenden Studien über Zugvögel, Fledermäuse und weitere Flora und Fauna.

Die IWB rechnen bei reibungsloser Überwindung sämtlicher Hürden mit einem Baubeginn in vier bis fünf Jahren. Ein Wort mitzureden hat dazu aber auch die Bevölkerung aus den Standortgemeinden, welche die Pläne der IWB an der Urne genehmigen muss.

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