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Die Planung für die neue Stedtlibibliothek Laufen geht zügig voran.

Markante Aufwertung: Die Stedtlibibliothek in der neuen Amtshausscheune.   Visualisierung: Jermann Architekten zvg
Markante Aufwertung: Die Stedtlibibliothek in der neuen Amtshausscheune. Visualisierung: Jermann Architekten zvg

Die Stedtlibibliothek Laufen (Stebi) im alten Debrunnerhaus neben dem Baslertor platzt aus allen Nähten. Deshalb hat der Stadtrat dafür schon vor einiger Zeit die Amthausscheune, einen früheren Kuhstall, als neuen Standort ausgewählt. Eine neue Bebauung samt neuer Strassenraumgestaltung soll zudem diesen Teil der Altstadt aufwerten.

Den Zuschlag im Rahmen eines Architekturwettbewerbs hat der Zwing-ner Architekt Markus Jermann erhalten. Inzwischen sind die Planungsarbeiten so fortgeschritten, dass die Gemeindeversammlung im März 2014 über den Baukredit befinden kann. Wenn alles planmässig läuft, könnte die neue Stebi im Sommer oder Herbst 2015 ihrer Bestimmung übergeben werden.
Die Bibliothek wird künftig auf drei Etagen über 400 Quadratmeter zur Verfügung haben (zurzeit sind es nur 166 m2). Wie Projektleiter Roman Scherrer vom Architekturbüro Jermann sagt, bleibt die Aussenhülle «im Wesentlichen unangetastet». Erhalten bleibt insbesondere das eindrucksvolle Dachgebälk der rund 200 Jahre alten Scheune. Das markante Scheunentor markiert weiterhin den Eingangsbereich. Im Erdgeschoss sind der Empfang sowie ein Aufenthaltsraum vorgesehen, während in den Obergeschossen die Regale stehen, samt einigen Lese-Ecken. Was die Bedürfnisse und Anforderungen der Bibliothek angeht, so hat das Architektenteam eng mit dem Vereinsvorstand der Stebi zusammengearbeitet, die ihrerseits einen finanziellen Beitrag leisten wird.

Der Unterhalt der Bibliothek soll nicht mehr kosten als bisher, so die Auflage des Stadtrates. Deshalb seien «Zusatznutzungen des Gebäudes unumgänglich», sagt Jermann. Im Erdgeschoss ist eine Enothek vorgesehen, die sich zudem für gemeinsame Anlässe mit der Bibliothek (Lesungen, Weindegus-tationen) anbietet. Auf der Ostseite wird, innerhalb der alten Scheune, eine Maisonette-Wohnung mit gut 120 Quadratmetern Nutzfläche eingebaut.

Für die Architekten bildet die Amthausscheune – zusammen mit Amthaus-Areal und Amthausgasse – ein wichtiges Eingangstor zum Stedtli Laufen. Deshalb sei auch die Aussenraumgestaltung wichtig. Dies ist aber nicht Teil des Ausbaus der Scheune, ebenso wenig wie die Wohn- und Geschäftsbauten, die ein Investor neben der neuen Stedtlibibliothek realisieren will. Wie hoch die Kosten für die neue Stedtlibibliothek sein werden, wird zurzeit errechnet.

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