Maler aus Leidenschaft

Hans Jakob Barth würde am 6. April 100 Jahre alt. Den Riehener Zeichner und Maler kennt man im Wochenblattgebiet kaum. Sein gesamter künstlerischer Nachlass befindet sich seit kurzem in Laufen.

Präsentieren Bildbeispiele: Claudia Pachlatko-Barth und Franz Balmer freuen sich über schier unzählbare weitere Werke von HJB. Foto: Martin Staub

Sein Vater, der Basler Theologe Karl Barth, dürfte hier im Laufental und Schwarzbubenland vielen Leserinnen und Lesern eher bekannt sein. Sohn Hans Jakob, ausgebildeter Gartenarchitekt, ist in Deutschland aufgewachsen, schrieb sich während zweier Jahre (1951/52) an der Kunstgewerbeschule in Basel als Schüler ein, erlernte dann den Beruf des Landschaftsgärtners und lebte mit seiner Familie ab 1958 bis zu seinem Tod 1984 in Riehen. «Für meinen Vater war dies der perfekte Beruf», findet Tochter Claudia. «Er war immer, nebst seinem Beruf als Gartengestalter, ein begeisterter Zeichner und Maler», sagt sie und liefert auch gleich eine Begründung, weshalb der talentierte Kunstmaler Hans Jakob Barth vorwiegend bei seinen Freunden und Bekannten die Anerkennung genoss, die er verdiente. «Papa war ein ausgezeichneter Maler, aber ein schlechter Verkäufer. Die meisten Bilder verkaufte er in privater Umgebung und nicht an Ausstellungen.» Dass Hans Jakob Barth in Kunstkreisen aber hochgeschätzt wurde, zeigen viele öffentliche Ankäufe seiner Werke und ein illustrer Kreis von befreundeten Künstlern. Beruflich war Hans Jakob Barth oft draussen, konnte so sein Zeichentalent als Gartengestalter nutzen und reiste mit seiner Frau Renate Barth-Ninck und seinen beiden Töchtern gerne öfters im Jahr für mehrere Wochen weg, um seiner Leidenschaft als Kunstmaler nachzugehen. Voller Begeisterung erzählt Tochter Claudia Pachlatko-Barth von ihren wochenlangen Ferien als Kinder, unter anderem auf Sardinien und Kreta. Bereits 1984, mit 59 Jahren, ist Hans Jakob Barth einem Krebsleiden erlegen.

Vor einigen Jahren ist Claudia Pachlatko-Barth dank einer neuen Beziehung in Laufen in ein modernes Wohnhaus eingezogen. «Das ganze umfassende Archiv des fleissigen Zeichners und Malers Hans Jakob Barth sollte darin auch Platz haben», erklärt Freund und Partner Franz Balmer. Das Paar ist glücklich mit diesem Entscheid und öffnet für Interessierte die Türe gerne. Zudem freuen sich die beiden an ihrem Heimstudio, welches beide als Musizierende — Claudia als Pianistin und Musikpädagogin, Franz als pensionierter Musiklehrer — täglich nutzen.

Im Zusammenhang mit dem Jubiläum werden bei IRIS ARTS, Delsbergstrasse 45 in Laufen, ab Ende März bis Mitte Mai sieben Aquarelle und Zeichnungen ausgestellt. Sie können dort besichtigt und erworben werden. Einen Überblick über das gesamte Werk von HJB kann auf der Website hansjakobbarth.ch gewonnen werden.

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