«Kunst muss beglücken»

Wie so mancher Anlass hätte auch die Ausstellung «Ge-Schichten» von Martin Staub bereits im vergangenen Jahr stattfinden sollen. Letzten Freitag konnte in der Galerie Alts Schlachthuus in Laufen nun endlich die Vernissage stattfinden.

Regelmässiger Gast in der Galerie Alts Schlachthuus: Martin Staub, selbst in der Galeriegruppe aktiv, stellt seine Bilder zum dritten Mal im Haus aus. Foto: Melanie Brêchet
Regelmässiger Gast in der Galerie Alts Schlachthuus: Martin Staub, selbst in der Galeriegruppe aktiv, stellt seine Bilder zum dritten Mal im Haus aus. Foto: Melanie Brêchet

Viele der ursprünglich vorgesehenen Ausstellungsstücke hat Martin Staub im Lauf des letzten Jahres bereits verkauft. Das vergangene Jahr nutzte der Kleinlützler darum dafür, ein gutes Dutzend neuer Fotobilder zu schaffen. Rund 40 Werke können nun in Laufen im Alts Schlachthuus bestaunt werden.

Der Kulturhunger der Bevölkerung war deutlich spürbar — eine Vielzahl an Gästen besuchte die Vernissage am vergangenen Freitag. Die Galerie platzte aus allen Nähten, ein Teil der Besucherinnen und Besucher musste mit einem Platz im Vorraum der Ausstellung vorliebnehmen.

Mehrschichtig auf Plexiglas

Martin Staub verleiht seinen Fotografien zusätzlich Leben, indem sie mehrschichtig gedruckt werden, sodass eine Dreidimensionalität entsteht. Aus verschiedenen Bildern oder auch nur einzelnen Ausschnitten entsteht so ein neues Werk. Dabei bevorzugt Staub Motive aus den Bereichen Natur, Umwelt und Mensch. Und auf eines legt der Künstler besonderen Wert: Jedes Bild sei ein Unikat.

Die Einführung in die Ausstellung übernahm Erich Lutz, welchen Martin Staub als treuen Schaffensbegleiter vorstellte.

Martin Staub habe viele positive Eigenschaften, die sich in seiner Kunst widerspiegeln würden: Er sei positiv, suchend, beobachtend und interessiert. Und er sei ein «Tüftler» so wie viele andere Lützler auch. Hinter jedem Bild, das er erschaffe, stecke eine Geschichte, und es lohne sich, die Werke auch aus nächster Nähe zu betrachten, denn in den facettenreichen Bildern gebe es immer etwas Neues zu entdecken. Kunst müsse beglücken, erklärte Erich Lutz, und Glück sei es auch, dass man endlich wieder gemeinsam im Schlachthuus sein, Bilder bestaunen und schöne Musik hören könne. Die Gäste der Vernissage kamen nämlich nicht nur in den visuellen Genuss von Martin Staubs Bildern, sondern durften auch in musikalischer Hinsicht ein hochstehendes Programm erleben: Iris Ewald-Tillner (Violine) und Jonathan Stich (Klavier) überzeugten mit klangvoller Virtuosität und gaben dem Anlass den Rahmen, den er verdiente.

Ausstellung «Ge-Schichten» von Martin Staub: Galerie Alts Schlachthuus, Seidenweg 55 in Laufen. Öffnungszeiten: Freitag: 17 bis 21 Uhr, Sonntag: 11 bis 16 Uhr. Finissage: 12. September: 11 bis 16 Uhr. Der Künstler ist jeweils sonntags anwesend.

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